Ahnenforschung - Rund um die eigene Familie

Ein spannendes Thema ist die Ahnenforschung. Denn wer möchte nicht gerne erfahren, ob man selber vielleicht von königlichem Geblüt ist, oder die Vorfahren sonstige wichtige Ereignisse der Weltgeschichte mitzuverantworten hatten. Aber selbst wenn man "nur" aus normalen Verhältnissen stammt, macht die Erforschung des eigenen Stammbaumes Spaß. Allerdings muss man auch bedenken, dass  Familienforschung nicht mal eben kurz durchgeführt werden kann um wirklich vollständige Ergebnisse zu erzielen.
Ein paar Tipps, Links und Hinweise finden sich auf dieser Seite, damit der Einstieg in die eigene Familiengeschichte einfacher wird...
Ahnenforschung - Tipps und Links bei www.kessie.de
Inhalt
Wie fange ich an?
Hilfreiche Stellen
Ein paar Tipps
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Zuerst empfiehlt es sich die eigenen vorhandenen Dokumente wie Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Abstammungsurkunde etc. durchzusehen. In vielen Familien existieren Stammbücher, die ebenfalls Aufschluss über die eigene Verwandtschaft geben können.
Die relevanten Daten der einzelnen Personen sind:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum - und ort
  • Taufdatum, -ort und Namen der Paten
  • Sterbedatum, -ursache und -ort
  • Ort der Bestattung
  • Hochzeiten und Scheidungen
  • Namen der Eltern und Mädchenname der Mutter
  • Anzahl und Namen der Kinder
  • Religionszugehörigkeit
  • Beruf
  • Daten und Informationen zur Auswanderung, Einbürgerung, Konfirmation, Schulbildung, Militärdienst, Krankheiten, etc.

Je mehr Informationen zu einer Person gesammelt werden, desto einfacher ist es die Familienzugehörigkeit zu bestimmen.
Bei den noch lebenden Generationen ist es in der Regel noch recht unkompliziert etwas über die Familienmitglieder in Erfahrung zu bringen. Besonders geeignet für die Befragung sind natürlich die Großeltern und Urgroßeltern. Jede noch so kleine Erinnerung sollte sorgsam notiert werden. Im dritten Reich war es beispielsweise unabdingbar die arischen Vorfahren bis zu den Urgroßeltern nachzuweisen. Eine Hilfe können auch Eintragungen in Handwerksrollen sein oder der Gang zum Standesamt.

Wer sich mit seinen Ahnen beschäftigt, der wird meist schnell an seine Wissensgrenzen stoßen und es wird erforderlich sein Informationen bei Ämtern, Behörden, Kirchen oder anderen Stellen einzuholen.
Eine gute Ausgangsposition ist das Wissen um die geographische Lage, in der sich die Ahnen niedergelassen haben.
Denn bei den Nachforschungen wird man schnell auf eine Vielzahl von gleichen Nachnamen treffen, deren Personen aber nicht unbedingt miteinander verwandt sein müssen.
Oft wurden auch die Namen unterschiedlich aufgeschrieben oder haben sich im Laufe der Zeit den Örtlichkeiten angepasst. So kann es z.B. sein, dass ein Johann Schmidt nach Amerika ausgewandert ist und dort als John Smith namentlich wieder auftaucht. 
Die Verzweigung einer Familie kann enorme Formen annehmen. Denn die Anzahl der Kinder war früher wesentlich höher als heute. So ist es keine Seltenheit, dass im 19. Jahrhundert 8 und mehr Kinder zu einer Familie gehörten.
In meiner Familie großväterlicherseits soll es sogar mal 16 Kinder gegeben haben. Davon ausgehend dass die Hälfte von ihnen geheiratet und ebenfalls Kinder gehabt habt, kann man sich in etwa vorstellen, wie weit verzeigt der Familienstammbaum sein dürfte. Und das ist nur eine Linie in der Verwandtschaft.

Alle gesammelten Daten sollten sorgsam geordnet werden. So behält man stets den Überblick und kann jederzeit auf Notizen und Informationen zugreifen, die vielleicht später noch von Nutzen sein können. Dazu gehören nicht nur die Ausdrucke von Genealogieseiten, Kopien der persönlichen Unterlagen von Verwandten und Auszüge aus Kirchenbüchern, sondern auch der gesamte Schriftverkehr mit Personen, die Informationen über die Familie haben, bzw. vielleicht sogar mit einem verwandt sind.

 

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Neben der eigenen Verwandtschaft gibt es viele Möglichkeiten etwas über seine Ahnen in Erfahrung zu bringen:

  • Stammbücher
  • Befragung weit entfernter Verwandter
  • Fotos
  • Briefe
  • Urkunden wie Geburts- und Todesurkunde
  • Standesamt
  • Pfarrgemeinschaften mit Kirchenbüchern
  • Archive
  • Passagierlisten
  • Wappenrollen
  • Genealogieseiten im WWW
  • Vereine zur Erforschung der Genealogie
  • Museen mit historischen Unterlagen
  • Telefonbücher
  • Suchmaschinen im WWW
  • Bücher, die sich mit Stadtteilen beschäftigen
  • Bücher und CDs zum Thema
  • Ortsnamen und Straßennamen
  • genealogische Mailinglisten und Newsgroups

Nicht immer ist es möglich die entsprechende Anlaufstelle selber zu besuchen. Standesämter geben auch schriftlich Auskunft. Und auch Kirchengemeinden sind oft gerne bereit zu helfen, so weit es ihnen möglich ist. Denn viele Kirchenbücher mit entsprechenden Eintragungen wurden durch Krieg oder Feuer vernichtet. Eine schriftliche Bitte um Auskunft kann auf entsprechenden vorgefertigten Formularen vorgenommen werden. Allerdings sollte man nicht vergessen einen frankierten Rückumschlag beizulegen und den Hinweis darauf, dass entstandene Kosten übernommen werden.

 

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Bei der Erforschung der Familie kann es hilfreich sein, wenn man sich den Namen und die geographische Lage ansieht, in der Familienangehörige Zuhause gewesen sind. Früher gab es natürlich nicht die Möglichkeit mal schnell von einem zum anderen Ort umzusiedeln. Nicht selten war die Familie an Grundbesitz gebunden, dessen Ertrag zum Lebensunterhalt von großer Bedeutung war. Ehepartner fand man meist in der unmittelbaren Umgebung.
Ende des 19. Jahrhunderts, bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es viele Auswanderer, die ihr Glück in Amerika suchten. Die Schreibweise des Familiennamens kann sich im Laufe der Zeit geändert haben. So kann Familie Schmied heute Schmidt heißen. Die verschiedenen Schreibweisen, auch bei den Vornamen, können bei der Suche miteinbezogen werden. Auch die Ortsnamen haben sich u.U. geändert. Wer bei der alten Bezeichnung des Ortsnamens nicht fündig wird, hat vielleicht bei der heutigen Bezeichnung mehr Glück.
Als Ahnenforscher muss man sich darüber im klaren sein, dass es vielleicht Jahre dauern wird, bis man seinen Stammbaum zusammen gestellt hat. Wer nicht sofort fündig wird, der darf sich dadurch nicht entmutigen lassen.
Je schneller man seine Forschungsergebnisse ins Netz stellt, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich andere Familienforscher melden. Denn die Genealogie wird zu einem immer weit verbreiteteren Hobby und dank der vielen Datenbanken, die es mittlerweile schon im Netz gibt, nimmt die Zahl der hinzukommenden Informationen rapide zu.
Bei der Veröffentlichung von Familiendaten muss man die Zustimmung aller noch lebenden Verwandten einholen. Denn u.U. möchten Manche nicht, dass ihre Daten im WWW veröffentlicht werden.  
Eine Software zum Erstellen von Stammbäumen hat viele Vorteile. So gibt es z.B. die Möglichkeit andere Stammbäume in den eigenen Stammbaum zu integrieren. Mein Stammbaum wird mit der kostenlosen Software von Familysearch erstellt. Die Handhabung ist relativ einfach und man kann online schnell und bequem andere Stammbäume herunterladen.

 

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