Ein Baby ist unterwegs...

 

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Welche Klinik ist die Richtige?
Was muss ich mit in die Klinik nehmen?
Die Geburt
Die ersten Wochen mit dem Baby
Rechtliches zum Mutterschutz
Anträge rechtzeitig stellen.
Was braucht ein Baby als Grundausstattung? 

 

Welche Klinik ist die Richtige? zurück zur Übersicht

Die Wahl der Klinik sollte wohl überlegt sein. Wenn man sich dazu entschlossen hat, das Baby in der Klinik zu bekommen, kommt irgendwann die Zeit, sich zu überlegen, welche Klinik die Richtige ist. Bei den meisten Ärzten liegt ein Klinikführer aus, der Aufschluss darüber gibt, welche Klinik über welche Ausstattung verfügt. Manche Kliniken bieten verschiedene Geburtstechniken an. In viele Kliniken darf man seine eigene Hebamme mitnehmen. Eine Kinderklinik befindet sich im Haus, oder die Klinik genießt allgemein einen guten Ruf. Welche Kriterien für einen selber die Wichtigsten sind muss man natürlich selbst bestimmen. Aber es empfiehlt sich dennoch, sich möglichst früh, die in Frage kommenden Kliniken anzusehen und sich dann anzumelden. Spätestens im sechsten Monat sollte die Klinik ausgewählt werden. Jeanettes Babyzimmer hat einen Kliniktest, der von Frauen für Frauen erstellt wurde.
Neben der Klinikwahl ist auch die Wahl eines guten Arztes unerlässlich. Gerade während einer Schwangerschaft ergeben sich viele Fragen und jede Frau möchte natürlich einen Arzt, der sich Zeit nimmt und jede Frage eingehend beantwortet. Den richtigen Frauenarzt finden kann man über die Ärztehomepage.

Was muss ich mit in die Klinik nehmen? zurück zur Übersicht

Der Geburtstermin rückt immer näher und manche Babys halten sich nun mal nicht an errechnete Geburtstermine und wollen vielleicht ein oder zwei Monate zu früh auf die Welt. Daher empfiehlt es sich, dass man schon im siebten Monat eine Kliniktasche packt, um vor Überraschungen sicher zu sein. Was in die Kliniktasche unbedingt rein sollte:

  • 2 - 3 Nachthemden

  • Bademantel

  • Rutschsocken oder bequeme Hausschuhe

  • Still BH und Still Einlagen

  • weite T- Shirts, die man bequem zum Stillen öffnen kann

  • Waschutensilien mit Zahnbürste, Zahnpasta, Waschlappen (am besten Einweg     Waschlappen für den Intimbereich), 3 Handtücher und ein Badetuch, Kosmetiksachen (man will ja trotzdem gut aussehen ;-), einen kleinen Schminkspiegel

  • dicke Binden (die meisten Kliniken stellen ihren Patientinnen allerdings welche bereit)

  • ein gutes Buch, denn auch zehn Minuten nur etwas für sich zu machen ist schon entspannend.

  • Adressbuch mit den wichtigsten Telefonnummern

  • Kleingeld, falls man bei der Einlieferung doch noch warten muss und über die Fernsprechzelle schnell noch Jemanden anrufen möchte

  • Ausweis und Mutterpass

  • ein erstes Tagebuch, damit man seine Erlebnisse und Empfindungen später nachlesen kann

Für das Baby benötigt man zum Anfang nur sehr wenig. In den Kliniken werden Strampler, Windeln und Pflegezubehör für den Klinikaufenthalt gestellt. Wenn es dann nach Hause gehen soll, dann braucht man:

  • Babybody Gr. 50 - 56

  • Strampler Gr. 50 - 56

  • Babysocken

  • Mütze je nach Jahreszeit etwas dicker

  • Jacke

  • Spieluhr, die man bereits schon Monate vorher dem Baby vorgespielt hat. Ich habe meinem Sohn eine Spieluhr gekauft, da war ich im fünften Monat. Seitdem musste er sich beinahe täglich das Schlaflied anhören. Als er auf der Welt war, da hat er beim Abspielen der Musik gelächelt. Ungeborene bekommen allerlei mit, was sich da draußen so tut...

  • Die Tragetasche vom Kinderwagen oder besser noch, einen Maxi Cosi Sitz für die Heimfahrt.

Die Geburt zurück zur Übersicht

Jede Frau erlebt die Geburt anders. Das man dabei Schmerzen hat, dürfte wohl Jedem klar sein. Was man allerdings nicht machen sollte, ist, sich die "Horrorgeschichten" von anderen Müttern anhören. Man kann sich in Geburtsvorbereitungskursen (werden in vielen Krankenhäusern und von Hebammen angeboten) mit Atemtechniken und dem Geburtsvorgang vertraut machen. Dazu gibt es Tipps, wie man sich richtig ernährt, worauf man sonst noch achten muss, welche Gymnastikübungen vor und nach der Geburt sinnvoll sind und vielerlei mehr. Aber keine Sorge. Auch Frauen, die keinen Vorbereitungskurs besuchen, bekommen ihre Babys.
Verena Querner hat für Urbia die Geburtsphasen aufgeschrieben. Wenn man sich fit trotz Bauch hält und nach der Geburt seine alte Form zurückgewinnt mit einem Trainingsprogramm für den Beckenboden hat man das gute Gefühl, während der Schwangerschaft und danach, seinem Körper etwas Gutes zu tun. Bei der Geburt sind in der Regel ein Arzt, eine Schwester und eine Hebamme anwesend. Für viele Frauen ist es hilfreich, wenn sie eine vertraute Person in ihrer Nähe wissen. Das kann der Partner sein, eine Freundin, die Schwester oder Mutter. Bedenken sollte man allerdings, dass ein Mann nicht immer die Geburt seines Kindes als etwas Wunderbares erlebt. Daher niemals den Partner zwingen, auch wenn es in Mode gekommen ist, dass die Väter dabei sind. Die Entscheidung sollte immer bei ihm liegen und wenn er sich dagegen ausspricht, dann muss man diese Entscheidung akzeptieren. Im Babyzimmer findet man Frauen und Männer, die über ihre Erfahrungen berichten. Aber wie gesagt, wenn es bei der einen Frau auch über 30 Stunden gedauert hat, muss es nicht für einen selber gelten. Informationen über das Wochenbett können dazu beitragen, dass man besser versteht, warum man nicht nach der Geburt sofort wieder die "Alte" ist.

Die ersten Wochen mit dem Baby zurück zur Übersicht

Der Idealfall ist sicherlich, wenn der Partner sich Urlaub genommen hat und einem die Hausarbeit und evtl. weitere Kinder abnimmt. Aber auch, wenn man die ersten Wochen alleine ist, sollte man sich und dem Kind Ruhe gönnen. Eine aufgeräumte Wohnung und warmes Essen für den Liebsten, sowie gebügelte Hemden, sind erst mal Nebensache. Auch wenn jetzt mancher aufschreit und sagt: Babys schlafen doch ständig und man hat mit ihnen kaum Arbeit, - so wird man als Mutter schnell feststellen, dass die veränderte Situation ganz schön an die Substanz gehen kann. Auch wenn Neugeborene in der Regel noch sehr viel schlafen, so verlangen sie doch alle zwei bis vier Stunden nach Milch. Das Stillen ist wunderschön und kann sehr anstrengend sein. Vielleicht kommt das Baby in der Nacht alle zwei Stunden und an regelmäßigen Schlaf ist in der ersten Zeit nicht zu denken. Daher sollten Verwandte und Freunde sich in den ersten Wochen mit Besuchen etwas zurück halten. Und wenn man trotz Besuch erschöpft ist, so sollte man dies auch immer mitteilen. Jeder wird dafür Verständnis haben.
Als Mutter braucht man auch mal Zeit für sich und sollte sich deshalb nicht scheuen, dass Baby für ein bis zwei Stunden in der Obhut des Partners oder der Eltern zu lassen. Ein ausgiebiges Bad, eine Stunde ein Buch lesen  oder einfach nur mal ohne Kind einkaufen gehen, wirken Wunder und man tankt Energie für sich und das Kind.
Mutter und Kind nähern sich in den ersten Wochen einander an. Nicht immer will ein Baby trinken, wenn es schreit, oder die Windel ist voll. Babys verlangen auch nach Aufmerksamkeit, nach Schmuseeinheiten oder wenn ihnen alles zu viel ist, nach Ruhe. Mit der Zeit kann man die Schreie und Mimik seines Babys deuten und vor allem sollte man sich bewusst machen, dass es keine "Super - Mamis" gibt, die alles richtig machen. Die Unsicherheit im Umgang mit dem Baby, z.B. wenn man es badet oder anzieht, verschwindet sehr schnell. Und sollte man sich dennoch überfordert fühlen, vielleicht unfähig sein Kleines so zu lieben, wie man sollte, oder man bemerkt eine zunehmende Aggression dem Kind gegenüber, darf man sich nicht scheuen um fachliche Hilfe zu bitten. Postnatale Depressionen haben mehr Mütter als man denkt und nur wer über seine Gefühle und Ängste spricht, wird sie auch verstehen und lernen damit umzugehen.

Rechtliches zum Mutterschutz zurück zur Übersicht

Sobald man die Bestätigung vom Arzt hat, sollte man seinen Arbeitgeber über die bestehende Schwangerschaft informieren. Denn werdende Mütter haben bestimmte Rechte und Arbeitgeber bestimmte Pflichten. Außerdem besteht ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Schwangerschaft (Vorlage eines ärztlichen Attestes) Kündigungsschutz. Dies gilt allerdings nicht für Arbeitnehmerinnen, die ohnehin nur einen Zeitvertrag hatten. Sie dürfen zwar innerhalb des Zeitvertrages nicht gekündigt werden, aber das Beschäftigungsverhältnis läuft mit Ende des Vertrages aus. Im Mutterschutzgesetz ist alles genau geregelt, welche Rechte einer Schwangeren zustehen. Und zum Wohle des Kindes sollte man sich generell daran halten.
Ein Leitfaden zum Mutterschutzgesetz kann beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellt werden.

Anträge rechtzeitig stellen zurück zur Übersicht

Wenn ein Baby unterwegs ist, hat man vieles zu bedenken. Der Arbeitgeber und die Krankenkasse müssen informiert werden. Elterngeld, Kindergeld, evtl. Sozialhilfe oder Wohngeldzuschuss müssen beantragt werden. Antragsformulare sollte man sich bereits vor der Geburt holen, damit man genug Zeit hat, die erforderlichen Unterlagen zu besorgen und die Anträge soweit wie möglich schon einmal auszufüllen.
Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, erhält man vier Wochen vor und sechs Wochen nach der Geburt Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse. Auch als Selbstständige z.B. hat man Ansprüche , wenn man Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Eine Broschüre zum Thema "Mutterschutz" kann man beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellen, Postfach 201551, 53145 Bonn oder im Internet unter http://www.bmfsfj.de.
Das Elterngeld muss schriftlich bei den für den Vollzug des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes zuständigen Elterngeldstellen der Bundesländer beantragt werden. Ansonsten gibt es hier schon mal Infos über das Elterngeld.

Auch wer mit der Geburt plötzlich Sozialhilfeempfänger wird, weil man z.B. allein erziehend ist und nicht gleich nach der Geburt wieder arbeiten gehen kann oder möchte, der sollte diesbezügliche Anträge rechtzeitig stellen.  Für alle Fragen rund um die Sozialhilfe sind die Gemeinden zuständig. Ebenso für die Beantragung von Wohngeld.
Das Kindergeld wird bei den Familienkassen der Arbeitsämter oder der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes beantragt.
Die Jugendämter sind die Ansprechpartner, wenn es um den Kindesunterhalt geht. Barunterhaltspflichtig ist der Elternteil, der nicht mit dem Kind zusammen lebt. Kann der Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen (etwa weil er unter der Bemessungsgrenze liegt), so kann das Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss gewähren. Allerdings nur dann, wenn das Kind noch keine 12 Jahre ist und auch nur längstens für sechs Jahre.
Für den Unterhaltsvorschuss ist das Jugendamt zuständig und ebenso, wenn es darum geht die Rechte des Kindes gegenüber dem Kindsvater durchzusetzen, wen dieser z.B. erst "gezwungen" werden muss, für sein Kind Unterhalt zu zahlen.

Was braucht ein Baby an Grundausstattung? zurück zur Übersicht

Einkaufen für das Baby macht Spaß  -zweifelsohne! Aber ist auch alles notwendig, was man seinem Baby kauft oder was Freunde und Verwandte schenken?
Kleidung sollte in Größe 56 und 62 gekauft werden, da Größe 50 den meisten Kindern schon bei der Geburt nicht mehr passt. Als Grundausstattung empfiehlt sich:
*8 Bodys, je nach Jahreszeit mit langen und kurzem Ärmeln, die unten geknöpft werden
*6 Strampler - bei Winterbabys sollten diese unten Füßlinge haben
*1 - 2 Wolljacken, evtl. mit Kapuze (für den Sommer leichtere Modelle wählen)
*1 warmer Anzug für Winterbabys aus atmungsaktiven Material
*1 warme Mütze, die die Ohren bedeckt - für den Sommer gibt es z.B. leichte Baumwollmützen
*6 Paar Babysöckchen aus Baumwolle
*6 Baumwollstrampler für die Nacht (nicht zu dick wählen) - man kann allerdings auch die normalen Strampler anlassen
*1 Babyschlafsack aus leichtem Material ( Baumwolle oder Frottee)
*1 Paar Fäustlinge für den Winter
Eine Regel besagt, dass man sein Baby nicht wärmer anziehen sollte, als man sich selber anzieht. Babys schwitzen sehr schnell und ein Baby im Sommer mit einem dicken Pullover auszufahren ist eine Zumutung für das Kind. Auch nachts sollte das Baby nicht zu warm eingepackt werden!

Ansonsten benötigen Babys folgendes:
*ein Babybett (eine Wiege kann nur etwa drei Monate genutzt werden)
*3 Bettlaken
*1 wasserabweisende Unterlage, die zwischen Laken und Matratze kommt
*1 leichte Baumwolldecke z.B. für Ausfahrten oder um das Baby in der Babyschale warm zu halten
*1 leichtes Kopfkissen in den Massen 80x80, welches als Decke genutzt wird
*Spieluhr
*evtl. ein Mobile, welches am Bettchen befestigt wird
*Wickelkommode - es kann auch eine normale Kommode umfunktioniert werden, wenn sie tief genug ist. Auf jeden Fall darauf achten, dass das Baby seitwärts nicht runterrollen kann.
*abwaschbare Wickelauflage
*Spucktücher (ideal sind Mullwindeln) - das Baby kann abends eine zusammengelegte Windel unters Köpfchen gelegt werden und man selber schützt damit seine Kleidung, wenn man das Baby sein Bäuerchen machen lässt oder es an die Schulter gelegt hat.
*ausreichend Waschlappen für den Intimbereich und weitere für den sonstigen Körper
*Pflegetücher für den Windelbereich
*Babybürste
*Babyschere (ab ca. 7 Woche)
*Babywanne, falls das Waschbecken nicht groß genug ist
*Badethermometer
*3 Kapuzenbadetücher
*Babywundcreme (aber nur benutzen, wenn das Baby tatsächlich wund ist)
*Kinderwagen (am geeignetesten sind die, die sich zur Karre umbauen lassen und eine Tragetasche haben)
*Babyautoschale

Viele Dinge kann man second - hand kaufen, sich schenken lassen oder gebraucht aus der Bekanntschaft übernehmen. Babys wachsen enorm schnell aus den Sachen heraus und wenn Babysachen auch noch so schön sind, so lohnt sich eine teure Anschaffung (wie z.B. ein Kinderwagen für 700,- €) nicht. Pflegeprodukte für Babys gibt es reichlich, sind aber nicht notwendig. Babyshampoo sollte man im ersten Jahr nicht benutzen und auch Babypuder "verkleistern" den zarten Babypopo nur unnötig. In vielen Sachen kann man improvisieren. Mein Sohn wurde z.B. im ersten halben Jahr im Waschbecken gebadet, da dieses sehr groß ist und auch für mich die Höhe ideal war. Manche Eltern kaufen ihren Kleinen einen Betthimmel und müssen dann feststellen, dass Junior lieber am Geschehen teilnehmen will und gegen diese "Verdunklung" rebelliert. Umständlich fand ich auch die Bindejäckchen und meinen Sohn hätte ich nie in diese Badeschüsseln bekommen, in denen sich Babys angeblich wie im Mutterleib fühlen. Aber was das Baby mag und was nicht, hat man sehr schnell raus und nachkaufen kann man immer noch.
Im übrigen empfiehlt es sich, wenn man seine Wünsche in Bezug auf Babykleidung und Zubehör innerhalb der Verwand- und Bekanntschaft etwas im voraus koordiniert. Ansonsten hat man plötzlich 30 Babybodys, aber nicht einen Strampler. Und ein Tipp an alle Muttis, deren Ärzte ein Mädchen oder einen Jungen prognostiziert haben: auch Ärzte können irren und sich daher nur auf den Kauf von rosa oder blauen Kindersachen zu beschränken kann daneben gehen.

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