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INHALT |
| Hunderassen Es gibt auf der ganzen Welt mehr als 400 Hunderassen und eine einzelne Aufstellung würde etwas zu weit führen. Daher möchte ich mich auf einige Rassen, die als besonders kinderlieb gelten, beschränken. Natürlich kann man beinahe jede Hunderasse zu einem "Kinderhund" machen. Es ist im Grunde genommen eine Frage der Erziehung, ob und wie ein Hund mit Kindern umgeht. Und es ist auch bei Kindern eine Frage der Erziehung, wie sich sich einem Hund nähern und ob sie alt genug sind, den Hund als Individuum zu respektieren.
Boxer:
Neufundländer: Beagle: Collie: Hovawart: Labrador und Golden Retriever: |
| Hundekauf Wo kauf man denn seinen Hund am besten? Beim Züchter, im Tierheim, von einer Organisation, auf dem Markt, von Privat? Wovon ganz klar abzuraten ist, ist der Kauf eines Hundes (oder irgendeines anderen Tieres) auf den Wochenendmärkten oder auf Tiermärkten, die es meist im Osten gibt. Leider finden sich hier viele dubiose Händler ein, die es nur auf das schnelle Geld abgesehen haben und Hundebabys im wahrsten Sinne des Wortes von ihren Hündinnen wie am Fliesband produzieren lassen. Artgerechte Haltung ist hier meist Fehlanzeige und die Hundebabys bekommen oft nicht die ausreichende Zeit, um von der Mutter entwöhnt zu werden. Hier sind Tiere eine Ware, die es gilt schnell und gewinnbringend an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Man sollte sich also immer die Lebensbedingungen der Tiere ansehen können. Werden die Tiere wirklich artgerecht gehalten? Müssen die Hündinnen nicht als reine Brutmaschinen fungieren? Wurden die Tiere tierärztlich versorgt, d.h. geimpft, untersucht, entwurmt, etc.? Aber auch unter Züchtern gibt es schwarze Schafe! Möchte man seinen Hund über einen Züchter kaufen, dann sollte man vorab erstmal Erkundigungen über ihn anstellen. Gehört er einem Züchterverband an? Wird seine Zucht regelmäßig überprüft und gibt es vielleicht schon Jemanden im Bekanntenkreis, der über diesen Züchter ein gesundes Tier erworben hat? Seriöse Züchter findet man z.B. beim Verband deutscher Hundezüchter. Aber auch private Hobbyzüchter gibt es und am besten ist es, wenn man einen Züchter in seiner Nähe findet, um sich selber ein Bild über die Hunde und ihr Leben macht. Eine Checkliste für seriöse Züchter findet man hier >> In den Tierheimen wimmelt es leider von Hunden. Vom Rassehund bis zur Promenadenmischung - vom Welpen bis zum 15 Jahre alten Hundeopa ist alles vorhanden. Nicht immer können die Tierheime Auskunft über die Herkunft und das frühere Leben ihrer Schützlinge geben und leider auch nicht immer die Rasse bestimmen. So haben wir uns vor Jahren einen Welpen im Hamburger Tierheim gekauft, der als reinrassiger Retriever verkauft wurde. Wie sich mit der Zeit dann aber rausstellte, war es wohl eher ein Mix aus Terrier, Golden Retriever und wohl noch ein paar anderen Rassen. Das tat unserer Liebe zu dem Hund zwar keinen Abbruch, aber in Hinblick auf die Anschaffungskosten (reinrassige Hunde sind in der Vermittlung oft teurer als nicht - reinrassige Hunde) war das schon nicht in Ordnung und für Leute, die wirklich Wert auf einen reinrassigen Hund legen auch ziemlich dreist. Ob es nun Absicht, mangelnder Sachverstand oder einfach nur Irrtum war, bleibt dahin gestellt... Hunde aus dem Tierheim müssen nicht zwangsläufig einen Knacks mitbekommen haben, weil sie vielleicht Monate oder sogar Jahre "hinter Gittern" gesessen haben. Auch hier gilt wieder: viele Faktoren spielen eine Rolle, wie sich ein Hund entwickelt. Es sind sein Charakter, seine Lebenserfahrungen die er mit dem Mensch gemacht hat und ob wir den Hund glücklich machen können. Oft zeigen Tierheim Hunde ein aggressives Verhalten wenn Besucher kommen. Sie bellen und springen gegen die Zwingertür. Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht liebenswert sind. Am besten findet man heraus, wie sich der Hund verhält, wenn man ihn aus dem Zwinger holt und einige "Probe-Spaziergänge" mit ihm unternimmt. Besser wäre es natürlich, wenn man die Möglichkeit bekommt, das Tier ein paar Tage zu sich nach Hause zu nehmen. Hier lernen sich Hund und Mensch am besten kennen und man kann schneller beurteilen, ob der Hund zu uns passt und wir zu ihm. Das erspart ihm wahrscheinlich auch, dass er nach ein paar Monaten wieder "abgeschoben" wird, weil man sich einen ganz anderen Hund vorgestellt hat... Im Netz gibt es auch etliche Seiten von Vereinen, die sich z.B. auf eine bestimmte Rasse spezialisiert haben und Hunde entweder an Pflegefamilien oder an endgültige Besitzer vermitteln. Oft sind schon ganz genaue Vorgaben gemacht, wie man sich das neue Heim vorstellt. Ob das nun immer sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt... Das ein großer Hund nur an Gartenbesitzer abgegeben wird oder ein Hund grundsätzlich nur als Zweithund vermittelt wird, behindert eher die Vermittlungschancen und wer will beurteilen, ob es dem Hund nicht auch in anderer Umgebung gut gehen kann? Denn Jemand, der viel Zeit mit dem Hund beim Joggen verbringt, ist vielleicht eher geeignet, als ein Gartenbesitzer, der seinen Hund nur mal eben "ins Grüne raus schmeißt". Und dann gibt es noch die vielen Seiten mit den Tierschützern, die Hunde aus aller Herren Länder "gerettet" haben. Aber über Eines sollte man sich im Klaren sein: ein Hund, der jahrelang frei auf den Straßen gelebt hat ohne wirklichen Bezug zu Menschen, ist allemal schwerer zu halten als ein sozialisierter Hund. Und dann stellt sich mir auch die Frage: gibt es nicht in unseren Tierheimen genug Tiere? Nicht, dass ich die Arbeit solcher Menschen nicht bewundernswert finde, aber wäre es für die Tiere nicht schöner, wenn sie in ihrem Land bleiben könnten und man lieber dort die Menschen "umerzieht", damit sie lernen, dass ein Hund (oder eine Katze) ein liebenswerter Begleiter ist? Gerade in südlichen Ländern haben die Menschen eine völlig andere Einstellung zu Hunden und Katzen als wir. Sieht man in seinem Strandurlaub ein paar Hunde streunen, dann kann man sich sicher sein, dass diese Tiere im nächsten Jahr nicht wieder da sein werden, weil man sie in Tötungsstationen gebracht hat oder sie auf andere Art und Weise ums Leben gekommen sind. Man kann sicherlich einen Teil dieser Tiere "retten", indem man sie nach Deutschland holt. Aber ist ihr Leben dann besser, wenn sie hier jahrelang in Zwingern sitzen müssen, weil sich kein Abnehmer findet? Und was ist mit den vielen anderen Tieren, die man nicht retten konnte? Gute Aufklärungsarbeit wäre meines Erachtens viel hilfreicher. Spendengelder könnten in die Sterilisation dieser Tiere investiert werden, damit sie sich nicht unnötig vermehren und wenn es "Ärzte ohne Grenzen" gibt, dann könnte man mit "Tierärzten ohne Grenzen" auch viel erreichen! Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit dem Kauf von Hunden bei Privatpersonen gemacht. Meine Eltern hatten bislang 3 Boxer, 2 Golden Retriever und einen Mix. 5 Hunde kamen von Privatleuten und zwar waren alle Hunde bereits aus dem Welpenalter heraus. Zwischen 2 und 4 Jahren waren die Hunde alt und haben sich prima in ihr neues Leben eingewöhnt. Auch unser Hund stammt von Privat. Er war 2 Jahre alt, als wir ihn bekommen haben und vom ersten Moment an fühlte er sich bei uns wohl und tut es heute noch. Monatelange Recherchen im Netz haben uns auf unseren Hund gebracht. Jede Hundeseite wurde durchforstet und wir haben uns lange Zeit mit der Entscheidung gelassen. Der Hund soll schließlich zur Familie passen und wir müssen dem Hund gerecht werden. Raus gekommen ist ein Münsterländer Mix mit schwarz-weißem Fell. Obwohl wir die dritten Besitzer für ihn sind (er war 2 Jahre alt, als wir ihn bekamen) hat er keine Macken. Er liebt seine Familie abgöttisch und scheint dankbar für jeden Tag, den er nun endlich sein endgültiges Zuhause gefunden hat. Der Preis spielt eine nicht unerhebliche Rolle bei der Anschaffung. Rassehunde für 1500,- Euro kann man ebenso erwerben wie einen Mix von Privat für 100,- Euro. Manchmal kommt man auch einfach so an seinen Hund, weil die Vorbesitzer einfach nur einen schönen Platz für ihr Tier suchen, welches sie aus persönlichen Gründen nicht mehr selber behalten können. Was man aber für den Hundekauf unbedingt haben sollte ist Zeit! Zeit genau zu überlegen welche Art Hund es sein soll (Klein, Groß, Rassehund, Mix etc.) und Zeit das Tier kennen zu lernen. Für den Hund ist es auch nicht gerade toll wenn er direkt aus dem Tierheimzwinger in ein neues Zuhause kommt, wo alles fremd ist. Er möchte seine Umgebung kennen lernen und die Menschen, mit denen er es von nun an zu tun hat. Also erwirbt man seinen neuen Hund am besten im Urlaub, wenn man ansonsten vielleicht arbeiten geht. So hat man die nötige Ruhe und Zeit sich gegenseitig kennen zu lernen. |
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