Kinder im WWW

Wenn Kinder im Internet surfen

Vorwort

Was Eltern beachten sollten
Chaträume für Kinder
Schüler VZ, Facebook und Co.
Schutzprogramme
Links
Buchtipps
zurück zur Übersicht dieser Seite zurück zur Übersicht dieser Seite anklicken
Vorwort: zurück zur Übersicht dieser Seite

Das Internet bietet eine Fülle von Möglichkeiten und es gibt wohl kaum eine Frage, die im WWW unbeantwortet bleibt, da es unendlich viele Internetseiten gibt, die Informationen zur Verfügung stellen.
Aber da da Internet nun mal von Informationen und weiterführenden Links auf andere Seiten lebt, ist es niemals möglich Kinder nur den "kindersicheren" Teil des Internets zugänglich zu machen.
Selbst die beste Filtersoftware die es gibt, kann es nicht verhindern, dass Kinder den Weg auf fragwürdige Seiten finden.
Aber trotzdem ist es die Aufgabe der Eltern ihre Kinder auf ihrem Weg durch das WWW zu begleiten und ihr möglichstes zu tun, damit die Kinder das Internet als Informations-, Spiel- und Unterhaltungsmedium nutzen können.
Auch Eltern, die sich eigentlich nicht für das Internet interessieren, sollten ihre Kinder nicht ohne jegliche Aufsicht an den Computer lassen.
Welches Alter richtig ist, um Kinder den Zugang zum WWW zu gewähren, bleibt natürlich den Eltern überlassen. Aber Sechsjährige unbeaufsichtigt vor den PC zu setzen, entbehrt wohl jeglicher pädagogischer Grundlage.

Was Eltern beachten sollten: zurück zur Übersicht dieser Seite

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser...
Mit zunehmenden Alter wollen die Kinder nicht mehr ständig Mami und Papi neben sich sitzen haben, wenn sie durch das Internet surfen. Alleine oder mit Freunden wird dann das WWW erforscht und oft sind es nicht die Angebote, die etwas zum Thema Schule bieten, die die Kids interessant finden.
Eltern sollten, trotz der Alleingänge ihrer Sprösslinge im Netz, nicht aufhören sich für das Surfverhalten ihrer Kinder zu interessieren.
Kinder, die zu ihren Eltern Vertrauen haben, werden ihnen berichten, wenn sie beim surfen auf "seltsame" Seiten gekommen sind, oder wenn Jemand sie in unsittlicher Weise angesprochen hat.
Eine Möglichkeit zu kontrollieren, welche Seiten angesurft worden sind, besteht darin, dass man sich z.B. beim Internet Explorer unter dem Punkt "Verlauf" (oben in der Menüleiste) die angesurften Seiten ansieht.

Gespräche zwischen Eltern und Kindern sind also wichtig, damit dem Kind die unangenehmen Seiten des Surfens erspart bleibt.
Für das Surfen, wie für den Austausch von Mailprogrammen gelten bestimmte Regeln, die das Kind strikt einhalten sollte:

  • Keine Adresse, Telefonnummer oder sonstige persönliche Angaben preisgeben.
  • Grundsätzlich die Eltern informieren, wenn eine Seite unseriös wirkt, ein Gesprächspartner zudringlich wird oder Spanmails (unerwünschte Werbemails) den Mail-Briefkasten überfluten.
  • Mailadresse nur an wirkliche Freunde weitergeben. Für alle "Anderen" eine Mailadresse einrichten, die problemlos gelöscht werden kann, sobald unseriöse E-Mails zunehmen.
  • Niemals davon ausgehen, dass auf der anderen Seite tatsächlich die Person sitzt, als die sie sich vorstellt.
  • Treffen mit Chatfreunden grundsätzlich den Eltern mitteilen und nie ohne Begleitung eines Erwachsenen zu einem Treffen gehen.
  • Seiten, die ausdrücklich für Personen ab 18 Jahre gekennzeichnet sind, sind auch wirklich nur für diesen Personenkreis!
  • Bei den ganzen aufregenden Seiten im Netz nicht die Telefonrechnung der Eltern außer Acht lassen.
  • Persönliche Fotos niemals über das Mailprogramm verschicken.
  • Anhänge bei Mails erst mit einem Virenprogramm prüfen und auch nur dann öffnen, wenn der Absender eine Mail angekündigt hat mit "Anhang".
  • Passwörter niemals rausgeben - auch der besten Freundin nicht!
  • Bankverbindungen und Kreditkartennummern grundsätzlich nicht ohne Genehmigung der Eltern angeben.
Chat-Räume für Kinder: zurück zur Übersicht dieser Seite

Manch Anbieter sieht sich selber als geeigneter Anbieter für Familien. Denn es ist so einfach so einfach sich anzumelden. Aber eine nicht zu unterschätzende Gefahr bergen die Chaträume. Als Erwachsener mag man viel Spaß haben in den unzähligen Chaträumen. Aber Kinder und Jugendliche finden ebenso leicht den Weg zu Chaträumen, die ganz und gar nicht für sie geeignet sind.
Obwohl in den Chaträumen auch Betreuer unterwegs sind, die die Netiquette (freundlichens Miteinander) überwachen sollen, kann man nicht davon ausgehen, dass diese überall gleichzeitig sein können. Und Kinder und Jugendliche sind  natürlich neugierig, was sie in den Räumen so erwartet.
Leider sind es nicht immer Altersgenossen, die in den angebotenen Kinderchats zu finden sind.
Um so wichtiger ist es, Kindern und Jugendlichen gewisse Verhaltensregeln mit auf den Weg zu geben, die nicht nur für Chaträume gültig sind.
Man sollte niemals den vollen Namen, die Telefonnummer oder die Adresse  weitergeben.
Kinder sind am besten in überwachten Kinderchats aufgehoben. Dort sind erwachsene Beobachter vor Ort, die darauf achten, dass Niemand die Kinder "anmacht" oder obszöne Gespräche mit ihnen anfängt.
Kinder sollten eine Mailadresse mit einem Pseudonymnamen erhalten, den sie nach belieben ändern können. So schützen sie sich am ehesten vor finsteren Gestalten, die auch nicht davor zurück schrecken an Kinder Mails mit pornografischen, kriminellen und rechtsradikalen Inhalten zu schicken.
Grundsätzlich müssen Kinder wissen, dass sie Passwörter niemals rausgeben dürfen. Selbst wenn ein angeblicher Mitarbeiter der Chaträume ihnen eine Nachricht schickt, dass er das Passwort für bestimmte Zwecke braucht. Mitarbeiter würden NIE Passwörter abfragen!
Eltern sollten daher in der Anfangszeit ruhig dabei sitzen, wenn ihre Kinder die Chaträume aufsuchen. So kann gewährleistet werden, dass angeblich bewachte Chaträume auch tatsächliche erwachsene Aufpasser hat.

Schüler VZ, Facebook und Co. zurück zur Übersicht dieser Seite

Man trifft sich halt online. Man hat nach ein paar Tagen etliche neue "Freunde". Man tauscht sich aus und breitet das eigene Leben vor oftmals Wildfremden aus. Sicherheitslücken werden nicht erkannt, die genaue Handhabung ist ein Buch mit sieben Siegeln  (Tessa und ihre Party sind wohl das beste Beispiel dafür) und Cybermobbing nimmt unerwartete Dimensionen an. Wer meint, sein Leben mit Fremden teilen zu müssen und in der virtuellen Welt zu Höchstformen auflaufen zu müssen, der sollte meines Erachtens 18 Jahre und älter sein. Ich bin kein Fan von Facebook, Twitter und Co. Gibt es keine Telefone mehr, wenn man Freunde sprechen will? Löst das virtuelle "Geknuddel" das Zwischenmenschliche komplett ab? Was bringen mir 100 Freunde, die in der Not nicht greifbar sind?

Gerade Kinder sollen und müssen lernen wie man sich auseinander setzt, wie man Konflikte löst in der realen Welt und wie wertvoll "echte" Freunde sind. Ist das Kind wirklich mediensicher? Weiß es, welche Gefahren sich hinter diesen Portalen verstecken können und was mit den persönlichen Daten passiert? Das Internet vergisst nie! Peinliche Bilder holen einen später im Berufsleben wieder ein und wenn der mögliche neue Chef mal "googeln" geht, dann sind die Bilder von der Party von vor 5 Jahren vielleicht nicht mehr so lustig... Und muss man wirklich der ganzen Internetgemeinde mitteilen was man gerade macht und wie es einem geht? Ich persönlich halte diese Entwicklung für ziemlich beängstigend. Kinder, Jugendliche (aber leider auch Erwachsene) können scheinbar gar nicht mehr ohne. Nach der Schule wird erstmal der PC angemacht, sich bei Schüler VZ angemeldet und man "gruschelt" mit seinen Schulfreunden und Anderen, die man so "kennen gelernt" hat. Gerade junge Mädchen präsentieren sich hier mit Fotos, die mitunter so aufreizend sind, dass man sich fragt, ob die Eltern Ahnung davon haben was ihre Kinder eigentlich so ins Netz stellen.

Facebook hat (noch) eine Altersbegrenzung. Kinder dürfen erst ab 13 Jahre teilnehmen. Aber das könnte sich bald ändern, denn Facebook möchte den "Bildungswert" des Netzwerkes auch an jüngere Teilnehmer weitergeben. Bildungswert? Welche Informationen gibt es bei Facebook, die man sich nicht auch anders im Netz besorgen könnte? Oder bildet es, wenn man sich mit Millionen Anderen über Sinnfreies austauschen kann? Und hat man ernsthaft Interesse sich über ein Thema zu unterhalten, dann gibt es im Netz etliche Foren, Blogs und Internetseiten und vor allem gleich gesinnte Freunde in der realen Welt. Viele soziale Netzwerke hatten mal einen Grundgedanken: Menschen zusammen zu bringen. Aber geblieben ist vor allem eins: der kommerzielle Gedanke. Hier ein Klick und da ein "Find ich gut - Button" und schon ist man im weltweiten Netz gefangen, welches genau unser Surfverhalten analysiert. Big Brother ist watching you...

Cybermobbing ist auch ein Resultat dieser globalen Netzwerke. Man kann so schön gemeinsam "ablästern" über den Klassenkameraden und ihm böse Kommentare ins Gästebuch stellen. Sind sich Kinder und Jugendliche wirklich bewusst, welchen psychischen Schaden sie damit anrichten können? Die sozialen Netzwerke erfordern ein gewisses Maß an geistiger Reife um sie wirklich sinnvoll zu nutzen. Ob man nun skyped, Mails schreibt, sich im Chat trifft oder ein Profil bei Schüler VZ errichtet: wer verantwortungsvoll damit umgehen kann, der hat hier selbstverständlich in der modernen virtuellen Welt die Möglichkeit sich auszutauschen. Aber Eltern sollten immer ein Auge darauf haben, ob ihre Kinder wirklich mit in der Lage sind diese Medien auch sinnvoll zu nutzen!

Schutzprogramme: zurück zur Übersicht dieser Seite

Für jeden Surfer ist ein gutes Virenschutzprogramm  das A und O. Daneben gibt es noch einige andere gute Programme die das Surfen im Netz sicherer machen. Gute Virenprogramme sind z.B. Norton Antivirus  und AntiVir.
Mal abgesehen davon, dass Eltern die Rufnummer mit der Vorwahl 0190 bei der Telekom sperren lassen können, sei insbesondere vor den Machenschaften dubioser Anbieter gewarnt, die sich den Umstand zunutze machen wollen, dass es keine Beschränkung der Tarife für 0190-Nummern gibt. Aber selbst, wenn man Kindern einschärft, solche Nummern nicht anzuwählen, sind sie im Netz mitunter den kriminellen Methoden der Anbieter, die ohne das Wissen der Besucher diese 0190-Dialer einfach auf deren PCs installieren.
Neben dem Virenschutz ist eine Firewall von Vorteil. Gerade Vielsurfer mit Flatrate, die über einen längeren Zeitraum eine IP behalten, bieten eine hervorragende Angriffsfläche für "Hacker". Ein kostenloses Tool bietet ZoneAlarm. Das Programm ist auf englisch und bietet jede Menge Einstellmöglichkeiten, um sich gegen Angriffe aus dem Netz zu schützen.
Werbebanner sind nicht nur lästig, sondern sie haben auch den Nachteil, dass sie nicht immer als Solche erkannt werden. Kinder, die auf eine Internetseite kommen, wissen nicht unbedingt, dass manche Grafiken nur Werbebanner sind und sie beim raufklicken das eigentliche Internetangebot verlassen.

Surfer werden oft ganz gezielt ausspioniert. Dabei geht es vor allem Firmen darum, zu erfahren, auf welchen Seiten sich der Surfer aufhält. Aber nicht nur Firmen spionieren die Festplatten aus...
Mit Kindern sollte man unbedingt besprechen, wie wichtig es sein kann, sensible Daten zu schützen.

Links: zurück zur Übersicht dieser Seite
  • Jetzt Mitglied werden und über 100 Lernspiele spielen!
  • Klicksafe - Die EU Initative für mehr Sicherheit im Netz
  • Das Internet ABC - wissen wie`s geht...
  • Norton Internet Security 2002 bietet u.a. ein Filterprogramm.
  • F-Prot Antivirus ist ein Virenprogramm zum aufspüren, beseitigen und abhalten von Viren.
  • Net Nanny - Filterprogramm auf englisch.
  • Cyber Patrol Web Filter - englischsprachige Software.
  • Jugendschutz - Jugendschutz.net ist eine Stelle, die von den Jugendministerinnen und Jugendministern der Länder gemeinsam eingerichtet wurde, um für die Beachtung des notwendigen Jugendschutzes in den neuen Informations- und Kommunikationsdiensten (Multimedia, Internet) zu sorgen.
  • WinTimer Kindersicherung ist ein Programm zur Internetnutzungskontrolle.
  • Shareware.de bietet jede Menge Tools, Programme und Zubehör, die das Leben mit dem PC noch einfacher machen.
Buchtipps: zurück zur Übersicht dieser Seite
 

zurück zum Anfang dieser Seite

Übersicht der Ratgeberthemen

Idee, Umsetzung und Design © Kessie 2002-2011 - all rights reserved.

:: Zurück zur Hauptseite ::