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Bei allen Anzeichen einer auftretenden Krankheit ist ein
Arzt zu Rate zu ziehen.
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Inhalt |
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Masern |
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Mumps |
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Röteln |
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Scharlach |
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Windpocken |
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Keuchhusten |
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Diphtherie |
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Kinderlähmung |
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Toxoplasmose |
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Hepatitis |
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Hirnhautentzündung |
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Läuse |
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Dreitagesfieber |
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Impfplan |
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Masern
Maser sind eine ausgesprochen ansteckende Krankheit, die vorzugsweise
Klein- und Schulkinder betrifft. Seit dem 1.1.2001 fallen Masern unter die
meldepflichtigen Infektionskrankheiten (s.a.
Infektionsschutzgesetz
der Bundesrepublik Deutschland).
Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der
Krankheit) beträgt in der Regel 8 bis 14 Tage. Das Masernvirus wird durch
Tröpfcheninfektion übertragen, also z.B. durch Niesen, Sprechen oder
Husten. Masern können also nur von Menschen weitergegeben werden, aber
nicht von Gegenständen.
Da Masern anfänglich die Symptome einer Erkältung aufweisen, ist es
nicht immer ganz einfach Masern sofort zu erkennen. Etwa drei bis vier
Tage lang täuschen Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen und gerötete
Auen eine Erkältung vor. Dazu kommt eine Veränderung der Mundschleimhaut
in Form eines weißlichen Belages, der von einem geröteten Hof umgeben
ist. Nach etwa fünf Tagen sinkt das Fieber dann.
Doch dann steigt das Fieber wieder und hinter den Ohren wird ein hellroter
Ausschlag sichtbar, der sich innerhalb von zwei Tagen auf Arme, Beine und
Rumpf ausweitet. Begleitet wird der Ausschlag meist von einem quälenden
Juckreiz und der Patient klagt über lichtempfindliche Augen.
Nach drei Tagen etwa verschwindet der Ausschlag allmählich und das Fieber
sinkt.
Wenn der Patient nach dem Verblassen des Ausschlages erneut hohes Fieber
bekommt, sollte man umgehend in ein Krankhaus fahren, da mit einer
Gehirnhautentzündung gerechnet werden muss.
Komplikationen treten bei Masern relativ häufig auf. Neben der
Möglichkeit einer Hirnhautentzündung kann es auch zu einer
Lingenentzündung, Bronchitis oder Blindarmentzündung kommen. Einen
Schutz gegen Masern bietet das Impfen. Aber auch hier sei gesagt, dass nur
eine große Menge Antikörper letztendlich vor der Ansteckung schützt.
Allerdings verläuft das Krankheitsbild bei geimpften Personen deutlich
komplikationsloser als bei ungeimpften Personen.
Ruhe, Wärme und ein abgedunkelter Raum sind während der Masernerkrankung
am besten. Den Juckreiz kann man täglichen Waschungen mit kühlem Wasser
etwas lindern. Die Waschungen sollten mehrmals täglich stattfinden.
Eine einmal durchgemachte Masernerkrankung schützt für gewöhnlich ein
Leben lang. |
Mumps
Mumps, auch Ziegenpeter genannt, beruht auf einer durch
Tröpfcheninfektion verursachten Virenerkrankung.
Das Mumpsvirus kann durch Husten, Sprechen, Niesen, Küssen oder aber auch
durch die gemeinsame Benutzung von Gläsern oder Besteck übertragen
werden.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 18 bis 21 Tage.
Mumps erkennt man daran, dass der Patient eine geschwollene Backe bekommt.
Erst ist die eine Seite betroffen, mitunter dann nach ein bis zwei Tagen
auch die andere Seite. Die Ohrspeicheldrüsen sind geschwollen und starke
Schmerzen lassen Kauen und Schlucken zu einem sehr unangenehmen Gefühl
werden. Auch Fieber und Kopfschmerzen können zu der Schwellung hinzu
kommen. Nach etwa einer Woche klingt die Schwellung wieder ab.
Hat man einmal Mumps gehabt, bleibt man ein Leben lang immun.
Bei einer Mumpserkrankung können auch Komplikationen auftreten. z.B.
eine Gehirnhautentzündung, die Jungen in der Regel viermal
häufiger trifft als Mädchen. Eine weitere Komplikation, die nach der
Pubertät auftreten kann, ist eine Hodenentzündung bei Jungen und eine
Entzündung der Eierstöcke bei den Mädchen. Mumps kann bei Jugendlichen
Unfruchtbarkeit zur Folge haben.
Auch ist Mumps häufig die Ursache für Schwerhörigkeit.
Bei allen Anzeichen, dass die Krankheit keinen normalen Verlauf nimmt, ist
unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
An Mumps erkrankte Patienten sollten breiige, fettarme Kost erhalten. Eine
Wärmflasche auf den Ohren mildert die Beschwerden. Um Soor zu verhindern,
kann der Arzt Hexoral verschreiben. Auch eine Spülung mit Kamillentee ist
möglich. |
Röteln
Röteln zählt zu den harmlosesten Kinderkrankheiten. Bei Röteln
handelt es sich um eine Virusinfektion, die nur von Menschen weitergeben
werden kann.
Die Inkubationszeit liegt bei 14 bis 21 Tagen. Die Ansteckungsgefahr ist
ca. 5 Tage vor dem Beginn des Ausschlages bis etwa eine Woche danach am
größten.
Die Krankheit beginnt meist mit geschwollenen Lymphknoten, besonders im
Nacken. Die roten Flecken breiten sich vom Gesicht über den ganzen
Körper aus. Fieber haben dabei nicht alle Patienten. Und bei einem
Viertel der Kinder werden gar keine Symptome festgestellt, so dass die
Krankheit unbemerkt an ihnen vorüber zieht. Auch der Ausschlag muss nicht
zwangsläufig erfolgen.
Mit Komplikationen oder bakteriellen Infektionen muss selten gerechnet
werden. Ein hohes Risiko liegt allerdings bei den schwangeren Frauen, die
an Röteln erkranken. Röteln können zu Missbildungen am ungeborenen Kind
führen. Daher ist die Rötelimpfung für Frauen besonders wichtig.
Allerdings versagt die Impfung bei manchen Menschen, es bilden sich nicht
genügend Antikörper.. Und die Schutzwirkung nimmt mit zunehmender Zeit
ab. Daher empfiehlt es sich, dass Frauen die Krankheit am besten als
Mädchen schon durchgemacht haben. Denn eine Erkrankung an Röteln
schützt immer noch wesentlich besser als eine Impfung. Wer einmal an
Röteln erkrankt ist, der bleibt meist ein Leben lang geschützt.
Schwangere Frauen, die nicht gegen Röteln geimpft worden sind und die
Krankheit auch noch nicht durchgemacht haben, haben die Möglichkeit einer
passiven Rötelimpfung. Dabei werden Antikörper gegen das Rötelvirus
verabreicht. |
Scharlach
Scharlach ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst
wird. Scharlach ist ausgesprochen ansteckend und wird durch Tröpfchen,
direkten Körperkontakt und Speichel übertragen.
Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis vier Tage.
Typische Symptome für Scharlach sind Halsschmerzen, eine gerötete
Mundschleimhaut, geschwollene Mandeln. Auf der Zunge bildet sich am Anfang
ein weißlicher Belag, der jedoch nach etwa drei Tagen in ein Himbeerrot
übergeht. Daher spricht man hier von der "Himbeerzunge". Fieber
und ein leuchtendroter Hautausschlag an Bauch, Brust, Hals und
Achselhöhlen, der sich dann weiter über den ganzen Körper verteilt,
sind symptomatisch für die Erkrankung. Manche Patienten klagen auch über
Schüttelfrost.
Da Scharlach zu den Krankheiten gehört, bei denen mit ernsten
Komplikationen zu rechnen ist, ist eine Penizillin - Behandlung meist
unerlässlich. Bei Scharlachverdacht sollte sofort ein Arzt aufgesucht
werden. Das Penizillin vernichtet nach etwa zwei Tagen die Erreger, muss
aber über einen Zeitraum von zehn Tagen eingenommen werden.
Gelenkentzündungen, Herz - Muskel - Entzündungen, Mittelohr - und
Nierenentzündungen sind die häufigsten Komplikationen, die sich bei
Patienten, denen kein Penizillin verabreicht wurde, ergeben können.
Man kann durchaus öfters an Scharlach erkranken. Wobei die meisten Menschen
allerdings seit
der Ersterkrankung eine antitoxische Immunität aufweisen.
Rotlichtbestrahlungen, eiskalte Umschläge, Halswickel und
Kamillespülungen können die Beschwerden lindern. Sie sollten aber
niemals Ersatz für die Penizillinbehandlung sein! |
Windpocken
(Varizellen)
Windpocken sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung. Übertragen
werden die Viren durch Husten, Niesen oder einfach über die Luft.
Die Inkubationszeit beträgt etwa ein bis drei Wochen.
Die Symptome, die auftreten ist zum einen der typische
Hautausschlag. Stark juckende Flecken, die ca. stecknadelkopfgroß sind,
verteilen sich auf dem Rumpf, auf behaarten Körperteilen und greifen auf
Gesicht, Arme und Beine über. Die Flecken sind meist blassrot und
verwandeln sich dann in flüssigkeitsgefüllte Bläschen. Diese
Bläschen platzen und trocknen dann aus und bilden eine Kruste. Nach ein
bis drei Wochen ist alles überstanden und die Krusten fallen ab, ohne
Narbenbildung, wenn sie nicht aufgekratzt werden.
Gegen Windpocken bleibt man meist ein Leben lang immun, wenn man die
Krankheit einmal durchlaufen hat. Da die Ansteckungsgefahr aber sehr groß
ist, sollten die Patienten auf jeden Fall Zuhause bleiben und möglichst
nur Kontakt zu Personen haben, die bereits Windpocken hatten. Das Virus
kann allerdings dennoch im Körper verbleiben und im Erwachsenenalter eine
Gürtelrose verursachen.
Komplikationen können sich ergeben in Form einer Lungenentzündung. Auch
eine Infektion der aufgekratzten oder geplatzten Bläschen ist möglich.
Die schlimmste Komplikation ist eine Hirnhautentzündung. Schwangere, die
noch keine Windpocken hatten, sollten den Kontakt zu windpockenerkrankten
Menschen meiden, da es zu einer Missbildung des Ungeborenen kommen kann.
Bei Windpocken sollte man sich vom Arzt ein juckreizstillendes Mittel
verschreiben lassen, welches auf die entzündeten Stellen aufgetragen
wird. Damit die Bläschen nicht aufgekratzt werden, empfiehlt es sich
kleineren Kindern Fäustlinge überzuziehen.
Viel Obst - und Gemüsesaft, aber auch Kamillen- und Lindenblütentee
beugen einem Flüssigkeitsverlust vor und lindern das Fieber. Bei einer
Entzündung der Bläschen wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. |
Keuchhusten (Pertussis)
Die Erreger des Keuchhustens werden durch Tröpfcheninfektion weiter
gegeben.
Meist verläuft die Krankheit mild und man ist nach einer Keuchhusten -
Erkrankung gegen die Erreger geschützt.
Jedoch kann der Keuchhusten bei Säuglingen und Kleinkindern zu sehr
gefährlichen Komplikationen führen, wie etwa zu einer Infektion der
Atemwege, einer Mittelohrentzündung, Hirnschäden bis hin zum Tod.
Da die kleineren Patienten oftmals die Schleimbildung nicht abhusten
können, sollten Säuglinge mit Keuchhusten stationär behandelt werden,
damit der Schleim gegebenenfalls abgesaugt werden kann.
Keuchhusten macht sich durch anfangs trockenen Husten bemerkbar und leicht
erhöhter Körpertemperatur. Der Husten tritt auch in der Nacht auf. Nach
etwa zwei Wochen treten dann Keuchhustenanfälle auf, die meist verbunden
sind mit Erbrechen und Atemnot. Beim Einatmen ist ein keuchendes und
pfeifendes Atemgeräusch zu vernehmen.
Die Ansteckungsgefahr besteht vom ersten Tag bis etwa fünf Wochen danach.
An Keuchhusten erkrankte Menschen sollten auf jeden Fall Kontakt zu
anderen Menschen meiden, viel an die frische Luft gehen und viel
Flüssigkeit zu sich nehmen.
Gegen Keuchhusten kann man Säuglinge im Alter von drei Monaten bereits
impfen lassen.
Bei den ersten Anzeichen der Erkrankung sollte der Arzt aufgesucht
werden. |
Diphtherie
Diphtherie ist eine äußerst ansteckende Krankheit, die durch
Hautkontakt oder Tröpfcheninfektion übertragen wird. Bereits ein paar
Stunden bis längstens fünf Tage nach der Ansteckung zeigen sich die
ersten Symptome. Die Ansteckungsgefahr besteht vom Ausbruch der Krankheit
bis zum Zeitpunkt der völligen Genesung.
Eine Nasen-, Kehlkopf-, Mandel- oder Rachendiphtherie ist möglich. Bei
der Diphtherie bilden sich ein gefährlicher Giftstoff (Diphtherietoxin),
der Schädigungen des Herzens und des Nervensystems verursachen kann. Auch
ein Kreislaufkollaps gehört zu den möglichen Komplikationen.
Die typischen Symptome einer Diphtherie erkennt man an der Schwellung der
Halslymphknoten, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, trockener Husten,
süßlicher Mundgeruch, geschwollene und gerötete Gaumenmandeln mit einem
weißlich - grauen Belag, ansteigendes Fieber. Später kommt auch meist
Erbrechen, Durchfall und evtl. ein Kreislaufschock hinzu.
Die einzige Möglichkeit sich gegen Diphtherie zu schützen ist die
Impfung, die alle 10 Jahre aufgefrischt werden muss. Bei einer eitrigen
Halsentzündung sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der ein
Antibiotika verabreicht, welches das Diphtheriebakterium abtöten soll.
Das Diphtheriegift muss mit einem Antitoxin behandelt werden. Da
Diphtherie eine Krankheit ist, die tödlich enden kann, wird schon bei
bloßem Verdacht das Diphtherie - Antitoxin verabreicht. |
Kinderlähmung
(Poliomyelitis)
Die Kinderlähmung, weitläufig auch nur kurz Polio genannt, ist eine
Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die
Ansteckungsgefahr besteht bei Husten, Niesen, direktem Körperkontakt
(z.B. beim Küssen), aber auch durch verunreinigtes Wasser und
Nahrungsmittel.
Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich ein bis zwei Wochen.
Trotz des Namens sind nicht nur Kinder von der Erkrankung betroffen,
sondern auch Erwachsene ohne ausreichenden Impfschutz.
Die Symptome sind grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Halsschmerzen
und allgemeiner Abgeschlagenheit. Es können auch Bauchschmerzen,
Verstopfungen und Durchfall, sowie Erbrechen hinzu kommen.
Diese Symptome treten in der ersten Phase der Erkrankung auf. Da Polio
durch ein Virus verursacht wird, welches vor allem Gehirn und Rückenmark
befällt, dringt das Virus in der zweiten Krankheitsphase in das zentrale
Nervensystem ein. Die zweite Krankheitsphase beginnt nach einem
fieberfreien Intervall von ein bis zwei Tagen und kann zu
lebensbedrohlichen Lähmungen des Atem - und Kreislaufzentrums, bzw.
Lähmungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen führen.
Bei dem Verdacht auf Kinderlähmung ist unverzüglich ein Arzt
aufzusuchen, da es in schweren Fällen zu Lähmungen der Atemmuskulatur
kommen kann, so dass nur eine künstliche Beatmung im Krankenhaus vor dem
sicheren Tod bewahren kann.
Da es gegen das Poliovirus keine Medikamente gibt, ist die einzige
Alternative die Schutzimpfung. |
Toxoplasmose
Der Kontakt mit Katzen, sowie der Genuss von rohem oder halbgaren
Fleisch, welches mit dem Erreger der Toxoplasmose infiziert ist, dem
sogenannten Toxoplasma gondii, kann zur Erkrankung führen.
In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung symptomlos. Bei
immungeschwächten Personen und bei Schwangeren kann es allerdings zu
erheblichen Schäden kommen.
Bei einer Infektion während der Schwangerschaft kann es zur Schädigung
von Gehirn und Augen des ungeborenen Kindes kommen. In den schlimmsten
Fällen sogar zu einer Todgeburt. Daher wird Schwangeren dringend geraten,
sich während der Schwangerschaft von Katzen fern zu halten und auf nicht
- oder nur halbgebratenes Fleisch zu verzichten. Die Immunität gegen
Toxoplasmose kann durch den Arzt festgestellt werden.
Die Symptome bei immungeschwächten Menschen reichen von Fieber,
Kopfschmerzen, Wesensveränderungen, Lähmungserscheinungen und
Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Krampfanfällen. Unbehandelt führt
die Erkrankung zum Tod. |
Hepatitis
Die Hepatitis (Leberentzündung) kann durch Viren, Bakterien,
Parasiten, Alkohol oder Medikamente ausgelöst werden.
Derzeit sind fünf verschiedene Typen der Hepatitis bekannt, die
leberschädigend sind. Ein Impfschutz besteht allerdings nur für
Hepatitis A und B.
Das Hepatitis - A - Virus wird durch verunreinigtes Wasser oder
Nahrungsmittel übertragen.
Die Inkubationszeit liegt zwischen 10 und 50 Tagen.
Durch infiziertes Blut, Speichel, Urin oder Samenflüssigkeit, gelangt das
Hepatitis - B - Virus schon durch kleinste Hautverletzungen in die
Blutbahn.
Die Inkubationszeit kann bis zu einem halben Jahr dauern.
Die Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden über
Appetitlosigkeit, Erbrechen, Muskel - und Gliederschmerzen bis hin zur
Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls und einer Gelbverfärbung
der Haut, der Augen und der Schleimhäute.
Schon beim geringsten Verdacht auf eine Leberentzündung muss ein Arzt
aufgesucht werden. Je nach Art der Hepatitis kann es zu einer
dauerhaften Schädigung der Leber kommen, die wiederum zur Leberzirrhose
werden kann und somit die Gefahr eines Lebertumors erheblich ansteigen
lässt.
Da gerade die Infektion mit dem Hepatitis - B - Virus bei
Neugeborenen und Kindern bis zu einem Jahr chronisch verläuft, gehört
die Hepatitis - B - Impfung heute zum festen Impfplan für Kinder ab 5
Monate. Der chronische Verlauf hat zum einen zur Folge, dass die Kinder
Virusträger bleiben und zum anderen, dass es Jahre später erst zu
Folgeerscheinungen wie der Leberzirrhose und Leberkrebs kommen kann.
Gegen Hepatitis - A sollte man sich impfen lassen, wenn man in ein Land
mit geringem Hygienestandard reist. |
Hirnhautentzündung
(Meningitis)
Die Meningitis ist eine Entzündung der Gehirnhäute und des
Rückenmarks. Sie kann durch eine Vielzahl von Erregern hervorgerufen
werden.
Die Erreger der bakteriellen Meningitis sind Meningokokken, Pneumokokken
und Haemophilus influenzae. Diese Form der Meningitis ist es, die
verstärkt bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Die Erreger werden durch
Tröpfcheninfektion übertragen, - also durch Niesen, Husten oder aber
auch durch direktem Kontakt.
Die akute eitrige Gehirnhautentzündung zeigt sehr schwere und sich
schnell verstärkende Symptome.
Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen,
Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Schmerzreizen und eine
Bewusstseinstrübung treten auf.
Die Krankheitserreger können auf dem Lymph - und Blutweg in das Gehirn
gelangen. Aber auch Entzündungen im Bereich der Nase und der Ohren
können zu einer Übertragung der Erreger in den Blutkreislauf führen. So
kann es ebenfalls zu Entzündungen des Gehirngewebes, des
Rückenmarkgewebes und der Gehirngefäße kommen. Bleibende Gehirnschäden
und Lähmungen können die Folge sein.
Eine weitere Form der Meningitis ist die Verursachung durch Viren. Die
Symptome sind ähnlich, allerdings treten sie meist nicht mit der gleichen
Heftigkeit auf.
Bei Verdacht auf Meningitis ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Dieser wird
zum einen feststellen, ob eine Nackensteifigkeit vorliegt und kann durch
eine Liquorpunktion ( z.B. durch eine Punktion zwischen zwei Lendenwirbeln
- Lumbalpunktion) feststellen, um welche Form der Meningitis es sich
handelt. |
Läuse
Kopfläuse sind immer wieder kleine "Mitbringsel" aus dem
Kindergarten oder der Schule. Sind Kinder von Läusen befallen, so sollten
sie auf jeden Fall Zuhause bleiben, damit die Läuse sich nicht weiter
ausbreiten können.
Kopfläuse sitzen gern hinter den Ohren und am Hinterkopf. Das Weibchen
legt hier ihre Eier (Nissen) ab. Die Folge ist ein Juckreiz und nässende
Hautveränderungen mit Krusten und Schuppen.
Gegen Läuse gibt es verschiedene Mittel. Aber nicht nur der Patient
selber muss behandelt werden, sondern auch Dinge in seiner Umgebung, wie
beispielsweise die Bettwäsche, Plüschtiere, Kleidung.
Kopfläuse kann man z.B. mit Essigwasser bekämpfen. Dazu wird je ein Teil
Wasser und ein Teil Essig vermengt und auf die Kopfhaut aufgetragen. Nach
einer Stunde Einwirkzeit werden die Haare dann ausgebürstet.
Läuse, die sich in der Kleidung festgesetzt haben, verursachen ebenfalls
einen Juckreiz. Dazu kommt eine Hautrötung und Quaddeln. Bakterielle
Infektionen, verursacht durch das verstärkte Kratzen aufgrund des
Juckreizes können die Folge sein.
Kleiderläuse kann man bekämpfen, indem man die Wäsche auskocht oder
für einige Wochen in einem verschlossenen Kleidersack aufbewahrt. |
Dreitagefieber
Das Dreitagefieber ist eine Viruserkrankung, die am häufigsten
zwischen dem sechsten Monat und zweitem Jahr auftritt.
Die Symptome sind drei Tage sehr hohes Fieber. Mitunter kommen noch
Erbrechen und Durchfall hinzu. Nach drei Tagen sinkt das Fieber rapide und
ein Hautausschlag mit hellroten Flecken überzieht den ganzen Körper. Der
Ausschlag hält bis zu drei Tage an. Dann ist alles ausgestanden.
Bei manchen Kindern können Fieberkrämpfe als Begleiterscheinung
auftreten.
Zum besseren Wohlbefinden des Kindes können kalte Wadenwinkel gemacht
werden. Die sind allerdings erst sinnvoll, wenn die Waden und Füße heiß
sind.
Kinder mit Fieber sollen nach Möglichkeit viel trinken. |
Impfplan
Ob man sein Kind impfen lässt, muss Jeder für sich selber
entscheiden. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht.
Verunsicherte Eltern, die nicht wissen, ob sie ihr Kind impfen lassen
wollen, oder nur teilweise gegen bestimmte Krankheiten impfen lassen
möchten, sollten sich ausführlich mit dem Kinderarzt, Freunden und
Bekannten unterhalten.
Es kann nun mal nicht verleugnet werden, dass das Impfen auch Risiken in
sich birgt und Komplikationen auftreten können. *Allerdings sollte man
auch bedenken, dass Symptome wie Gehirnhautentzündung bei Masernkranken
bei 1: 500 bis 1: 1000 auftreten können, wenn der Patient nicht geimpft
wurde. Der Anteil der geimpften Erkrankten liegt hier bei ca. 1 : 1
Million. (* Quelle - Hamburger Abendblatt vom 18.03.2001)
Durch die Möglichkeit von Kombiimpfungen wie MMR (Maser, Mumps, Röteln),
setzt man heute die Kinder auch nicht mehr den Qualen von zu vielen
Einzelspritzen aus.
Einen Impfplan zum ausdrucken gibt es hier
>>.
Bedenken muss man allerdings immer, dass die Impfungen in den
festgesetzten Zeiträumen erfolgen müssen, um wirksamen Schutz bei einer
Erkrankung geben zu können. Die Kinder müssen zum Zeitpunkt der Impfung
gesund sein. |
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