Kinderkrankheiten

 

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Ratgeberthema Impfen bei www.kessie.de

Bei allen Anzeichen einer auftretenden Krankheit ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.
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Inhalt

Masern

Mumps

Röteln

Scharlach

Windpocken

Keuchhusten

Diphtherie

Kinderlähmung

Toxoplasmose

Hepatitis

Hirnhautentzündung

Läuse

Dreitagesfieber

Impfplan

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Masern zurück nach oben

Maser sind eine ausgesprochen ansteckende Krankheit, die vorzugsweise Klein- und Schulkinder betrifft. Seit dem 1.1.2001 fallen Masern unter die meldepflichtigen Infektionskrankheiten (s.a. Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland).

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt in der Regel 8 bis 14 Tage. Das Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, also z.B. durch Niesen, Sprechen oder Husten. Masern können also nur von Menschen weitergegeben werden, aber nicht von Gegenständen.

Da Masern anfänglich die Symptome einer Erkältung aufweisen, ist es nicht immer ganz einfach Masern sofort zu erkennen. Etwa drei bis vier Tage lang täuschen Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen und gerötete Auen eine Erkältung vor. Dazu kommt eine Veränderung der Mundschleimhaut in Form eines weißlichen Belages, der von einem geröteten Hof umgeben ist. Nach etwa fünf Tagen sinkt das Fieber dann.
Doch dann steigt das Fieber wieder und hinter den Ohren wird ein hellroter Ausschlag sichtbar, der sich innerhalb von zwei Tagen auf Arme, Beine und Rumpf ausweitet. Begleitet wird der Ausschlag meist von einem quälenden Juckreiz und der Patient klagt über lichtempfindliche Augen.
Nach drei Tagen etwa verschwindet der Ausschlag allmählich und das Fieber sinkt.
Wenn der Patient nach dem Verblassen des Ausschlages erneut hohes Fieber bekommt, sollte man umgehend in ein Krankhaus fahren, da mit einer Gehirnhautentzündung gerechnet werden muss.

Komplikationen treten bei Masern relativ häufig auf. Neben der Möglichkeit einer Hirnhautentzündung kann es auch zu einer Lingenentzündung, Bronchitis oder Blindarmentzündung kommen. Einen Schutz gegen Masern bietet das Impfen. Aber auch hier sei gesagt, dass nur eine große Menge Antikörper letztendlich vor der Ansteckung schützt. Allerdings verläuft das Krankheitsbild bei geimpften Personen deutlich komplikationsloser als bei ungeimpften Personen.

Ruhe, Wärme und ein abgedunkelter Raum sind während der Masernerkrankung am besten. Den Juckreiz kann man täglichen Waschungen mit kühlem Wasser etwas lindern. Die Waschungen sollten mehrmals täglich stattfinden.
Eine einmal durchgemachte Masernerkrankung schützt für gewöhnlich ein Leben lang.

Mumps zurück nach oben

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, beruht auf einer durch Tröpfcheninfektion verursachten Virenerkrankung.
Das Mumpsvirus kann durch Husten, Sprechen, Niesen, Küssen oder aber auch durch die gemeinsame Benutzung von Gläsern oder Besteck übertragen werden.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 18 bis 21 Tage.

Mumps erkennt man daran, dass der Patient eine geschwollene Backe bekommt. Erst ist die eine Seite betroffen, mitunter dann nach ein bis zwei Tagen auch die andere Seite. Die Ohrspeicheldrüsen sind geschwollen und starke Schmerzen lassen Kauen und Schlucken zu einem sehr unangenehmen Gefühl werden. Auch Fieber und Kopfschmerzen können zu der Schwellung hinzu kommen. Nach etwa einer Woche klingt die Schwellung wieder ab.
Hat man einmal Mumps gehabt, bleibt man ein Leben lang immun.

Bei einer Mumpserkrankung können auch Komplikationen auftreten. z.B. eine  Gehirnhautentzündung, die Jungen in der Regel viermal häufiger trifft als Mädchen. Eine weitere Komplikation, die nach der Pubertät auftreten kann, ist eine Hodenentzündung bei Jungen und eine Entzündung der Eierstöcke bei den Mädchen. Mumps kann bei Jugendlichen Unfruchtbarkeit zur Folge haben.
Auch ist Mumps häufig die Ursache für Schwerhörigkeit.
Bei allen Anzeichen, dass die Krankheit keinen normalen Verlauf nimmt, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

An Mumps erkrankte Patienten sollten breiige, fettarme Kost erhalten. Eine Wärmflasche auf den Ohren mildert die Beschwerden. Um Soor zu verhindern, kann der Arzt Hexoral verschreiben. Auch eine Spülung mit Kamillentee ist möglich.

Röteln zurück nach oben

Röteln zählt zu den harmlosesten Kinderkrankheiten. Bei Röteln handelt es sich um eine Virusinfektion, die nur von Menschen weitergeben werden kann.
Die Inkubationszeit liegt bei 14 bis 21 Tagen. Die Ansteckungsgefahr ist ca. 5 Tage vor dem Beginn des Ausschlages bis etwa eine Woche danach am größten.

Die Krankheit beginnt meist mit geschwollenen Lymphknoten, besonders im Nacken. Die roten Flecken breiten sich vom Gesicht über den ganzen Körper aus. Fieber haben dabei nicht alle Patienten. Und bei einem Viertel der Kinder werden gar keine Symptome festgestellt, so dass die Krankheit unbemerkt an ihnen vorüber zieht. Auch der Ausschlag muss nicht zwangsläufig erfolgen. 

Mit Komplikationen oder bakteriellen Infektionen muss selten gerechnet werden. Ein hohes Risiko liegt allerdings bei den schwangeren Frauen, die an Röteln erkranken. Röteln können zu Missbildungen am ungeborenen Kind führen. Daher ist die Rötelimpfung für Frauen besonders wichtig. Allerdings versagt die Impfung bei manchen Menschen, es bilden sich nicht genügend Antikörper.. Und die Schutzwirkung nimmt mit zunehmender Zeit ab. Daher empfiehlt es sich, dass Frauen die Krankheit am besten als Mädchen schon durchgemacht haben. Denn eine Erkrankung an Röteln schützt immer noch wesentlich besser als eine Impfung. Wer einmal an Röteln erkrankt ist, der bleibt meist ein Leben lang geschützt. Schwangere Frauen, die nicht gegen Röteln geimpft worden sind und die Krankheit auch noch nicht durchgemacht haben, haben die Möglichkeit einer passiven Rötelimpfung. Dabei werden Antikörper gegen das Rötelvirus verabreicht. 

Scharlach zurück nach oben

Scharlach ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Scharlach ist ausgesprochen ansteckend und wird durch Tröpfchen, direkten Körperkontakt und Speichel übertragen. 
Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis vier Tage.

Typische Symptome für Scharlach sind Halsschmerzen, eine gerötete Mundschleimhaut, geschwollene Mandeln. Auf der Zunge bildet sich am Anfang ein weißlicher Belag, der jedoch nach etwa drei Tagen in ein Himbeerrot übergeht. Daher spricht man hier von der "Himbeerzunge". Fieber und ein leuchtendroter Hautausschlag an Bauch, Brust, Hals und Achselhöhlen, der sich dann weiter über den ganzen Körper verteilt, sind symptomatisch für die Erkrankung. Manche Patienten klagen auch über Schüttelfrost. 

Da Scharlach zu den Krankheiten gehört, bei denen mit ernsten Komplikationen zu rechnen ist, ist eine Penizillin - Behandlung meist unerlässlich. Bei Scharlachverdacht sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Das Penizillin vernichtet nach etwa zwei Tagen die Erreger, muss aber über einen Zeitraum von zehn Tagen eingenommen werden.
Gelenkentzündungen, Herz - Muskel - Entzündungen, Mittelohr - und Nierenentzündungen sind die häufigsten Komplikationen, die sich bei Patienten, denen kein Penizillin verabreicht wurde, ergeben können.
Man kann durchaus öfters an Scharlach erkranken. Wobei die meisten Menschen allerdings seit der Ersterkrankung eine antitoxische Immunität aufweisen.
Rotlichtbestrahlungen, eiskalte Umschläge, Halswickel und Kamillespülungen können die Beschwerden lindern. Sie sollten aber niemals Ersatz für die Penizillinbehandlung sein!

Windpocken (Varizellen) zurück nach oben

Windpocken sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung. Übertragen werden die Viren durch Husten, Niesen oder einfach über die Luft.
Die Inkubationszeit beträgt etwa ein bis drei Wochen. 

Die  Symptome, die auftreten ist zum einen der typische Hautausschlag. Stark juckende Flecken, die ca. stecknadelkopfgroß sind, verteilen sich auf dem Rumpf, auf behaarten Körperteilen und greifen auf Gesicht, Arme und Beine über. Die Flecken sind meist blassrot und verwandeln sich dann in flüssigkeitsgefüllte Bläschen.  Diese Bläschen platzen und trocknen dann aus und bilden eine Kruste. Nach ein bis drei Wochen ist alles überstanden und die Krusten fallen ab, ohne Narbenbildung, wenn sie nicht aufgekratzt werden.
Gegen Windpocken bleibt man meist ein Leben lang immun, wenn man die Krankheit einmal durchlaufen hat. Da die Ansteckungsgefahr aber sehr groß ist, sollten die Patienten auf jeden Fall Zuhause bleiben und möglichst nur Kontakt zu Personen haben, die bereits Windpocken hatten. Das Virus kann allerdings dennoch im Körper verbleiben und im Erwachsenenalter eine Gürtelrose verursachen.
Komplikationen können sich ergeben in Form einer Lungenentzündung. Auch eine Infektion der aufgekratzten oder geplatzten Bläschen ist möglich. Die schlimmste Komplikation ist eine Hirnhautentzündung. Schwangere, die noch keine Windpocken hatten, sollten den Kontakt zu windpockenerkrankten Menschen meiden, da es zu einer Missbildung des Ungeborenen kommen kann.

Bei Windpocken sollte man sich vom Arzt ein juckreizstillendes Mittel verschreiben lassen, welches auf die entzündeten Stellen aufgetragen wird. Damit die Bläschen nicht aufgekratzt werden, empfiehlt es sich kleineren Kindern Fäustlinge überzuziehen.
Viel Obst - und Gemüsesaft, aber auch Kamillen- und Lindenblütentee beugen einem Flüssigkeitsverlust vor und lindern das Fieber. Bei einer Entzündung der Bläschen wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben.

Keuchhusten (Pertussis) zurück nach oben

Die Erreger des Keuchhustens werden durch Tröpfcheninfektion weiter gegeben.
Meist verläuft die Krankheit mild und man ist nach einer Keuchhusten - Erkrankung gegen die Erreger geschützt.
Jedoch kann der Keuchhusten bei Säuglingen und Kleinkindern zu sehr gefährlichen Komplikationen führen, wie etwa zu einer Infektion der Atemwege, einer Mittelohrentzündung, Hirnschäden bis hin zum Tod.
Da die kleineren Patienten oftmals die Schleimbildung nicht abhusten können, sollten Säuglinge mit Keuchhusten stationär behandelt werden, damit der Schleim gegebenenfalls abgesaugt werden kann.

Keuchhusten macht sich durch anfangs trockenen Husten bemerkbar und leicht erhöhter Körpertemperatur. Der Husten tritt auch in der Nacht auf. Nach etwa zwei Wochen treten dann Keuchhustenanfälle auf, die meist verbunden sind mit Erbrechen und Atemnot. Beim Einatmen ist ein keuchendes und pfeifendes Atemgeräusch zu vernehmen.
Die Ansteckungsgefahr besteht vom ersten Tag bis etwa fünf Wochen danach. An Keuchhusten erkrankte Menschen sollten auf jeden Fall Kontakt zu anderen Menschen meiden, viel an die frische Luft gehen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.
Gegen Keuchhusten kann man Säuglinge im Alter von drei Monaten bereits impfen lassen.
Bei den ersten Anzeichen der Erkrankung sollte der Arzt aufgesucht werden.  

Diphtherie zurück nach oben

Diphtherie ist eine äußerst ansteckende Krankheit, die durch Hautkontakt oder Tröpfcheninfektion übertragen wird. Bereits ein paar Stunden bis längstens fünf Tage nach der Ansteckung zeigen sich die ersten Symptome. Die Ansteckungsgefahr besteht vom Ausbruch der Krankheit bis zum Zeitpunkt der völligen Genesung.
Eine Nasen-, Kehlkopf-, Mandel- oder Rachendiphtherie ist möglich. Bei der Diphtherie bilden sich ein gefährlicher Giftstoff (Diphtherietoxin), der Schädigungen des Herzens und des Nervensystems verursachen kann. Auch ein Kreislaufkollaps gehört zu den möglichen Komplikationen. 

Die typischen Symptome einer Diphtherie erkennt man an der Schwellung der Halslymphknoten, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, trockener Husten, süßlicher Mundgeruch, geschwollene und gerötete Gaumenmandeln mit einem weißlich - grauen Belag, ansteigendes Fieber. Später kommt auch meist Erbrechen, Durchfall und evtl. ein Kreislaufschock hinzu.

Die einzige Möglichkeit sich gegen Diphtherie zu schützen ist die Impfung, die alle 10 Jahre aufgefrischt werden muss. Bei einer eitrigen Halsentzündung sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der ein Antibiotika verabreicht, welches das Diphtheriebakterium abtöten soll. Das Diphtheriegift muss mit einem Antitoxin behandelt werden. Da Diphtherie eine Krankheit ist, die tödlich enden kann, wird schon bei bloßem Verdacht das Diphtherie - Antitoxin verabreicht.  

Kinderlähmung (Poliomyelitis) zurück nach oben

Die Kinderlähmung, weitläufig auch nur kurz Polio genannt, ist eine Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Ansteckungsgefahr besteht bei Husten, Niesen, direktem Körperkontakt (z.B. beim Küssen), aber auch durch verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel.
Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich ein bis zwei Wochen.
Trotz des Namens sind nicht nur Kinder von der Erkrankung betroffen, sondern auch Erwachsene ohne ausreichenden Impfschutz.

Die Symptome sind grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Halsschmerzen und allgemeiner Abgeschlagenheit. Es können auch Bauchschmerzen, Verstopfungen und Durchfall, sowie Erbrechen hinzu kommen.
Diese Symptome treten in der ersten Phase der Erkrankung auf. Da Polio durch ein Virus verursacht wird, welches vor allem Gehirn und Rückenmark befällt, dringt das Virus in der zweiten Krankheitsphase in das zentrale Nervensystem ein. Die zweite Krankheitsphase beginnt nach einem fieberfreien Intervall von ein bis zwei Tagen und kann zu lebensbedrohlichen Lähmungen des Atem - und Kreislaufzentrums, bzw. Lähmungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen führen.

Bei dem Verdacht auf Kinderlähmung ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, da es in schweren Fällen zu Lähmungen der Atemmuskulatur kommen kann, so dass nur eine künstliche Beatmung im Krankenhaus vor dem sicheren Tod bewahren kann.
Da es gegen das Poliovirus keine Medikamente gibt, ist die einzige Alternative die Schutzimpfung.  

Toxoplasmose zurück nach oben

Der Kontakt mit Katzen, sowie der Genuss von rohem oder halbgaren Fleisch, welches mit dem Erreger der Toxoplasmose infiziert ist, dem sogenannten Toxoplasma gondii, kann zur Erkrankung führen.
In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung symptomlos. Bei immungeschwächten Personen und bei Schwangeren kann es allerdings zu erheblichen Schäden kommen.
Bei einer Infektion während der Schwangerschaft kann es zur Schädigung von Gehirn und Augen des ungeborenen Kindes kommen. In den schlimmsten Fällen sogar zu einer Todgeburt. Daher wird Schwangeren dringend geraten, sich während der Schwangerschaft von Katzen fern zu halten und auf nicht - oder nur halbgebratenes Fleisch zu verzichten. Die Immunität gegen Toxoplasmose kann durch den Arzt festgestellt werden.
Die Symptome bei immungeschwächten Menschen reichen von Fieber, Kopfschmerzen, Wesensveränderungen, Lähmungserscheinungen und Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Krampfanfällen. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Tod.

Hepatitis zurück nach oben

Die Hepatitis (Leberentzündung) kann durch Viren, Bakterien, Parasiten, Alkohol oder Medikamente ausgelöst werden.
Derzeit sind fünf verschiedene Typen der Hepatitis bekannt, die leberschädigend sind. Ein Impfschutz besteht allerdings nur für Hepatitis A und B.

Das Hepatitis - A - Virus wird durch verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmittel übertragen.
Die Inkubationszeit liegt zwischen 10 und 50 Tagen.

Durch infiziertes Blut, Speichel, Urin oder Samenflüssigkeit, gelangt das Hepatitis - B - Virus schon durch kleinste Hautverletzungen in die Blutbahn.
Die Inkubationszeit kann bis zu einem halben Jahr dauern.

Die Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden über Appetitlosigkeit, Erbrechen, Muskel - und Gliederschmerzen bis hin zur Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls und einer Gelbverfärbung der Haut, der Augen und der Schleimhäute.

Schon beim geringsten Verdacht auf eine Leberentzündung muss ein Arzt aufgesucht werden. Je nach Art der  Hepatitis kann es zu einer dauerhaften Schädigung der Leber kommen, die wiederum zur Leberzirrhose werden kann und somit die Gefahr eines Lebertumors erheblich ansteigen lässt.

Da gerade die Infektion mit dem Hepatitis - B - Virus  bei Neugeborenen und Kindern bis zu einem Jahr chronisch verläuft, gehört die Hepatitis - B - Impfung heute zum festen Impfplan für Kinder ab 5 Monate. Der chronische Verlauf hat zum einen zur Folge, dass die Kinder Virusträger bleiben und zum anderen, dass es Jahre später erst zu Folgeerscheinungen wie der Leberzirrhose und Leberkrebs kommen kann.
Gegen Hepatitis - A sollte man sich impfen lassen, wenn man in ein Land mit geringem Hygienestandard reist.

Hirnhautentzündung (Meningitis) zurück nach oben

Die Meningitis ist eine Entzündung der Gehirnhäute und des Rückenmarks. Sie kann durch eine Vielzahl von Erregern hervorgerufen werden.
Die Erreger der bakteriellen Meningitis sind Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae. Diese Form der Meningitis ist es, die verstärkt bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, - also durch Niesen, Husten oder aber auch durch direktem Kontakt.
Die akute eitrige Gehirnhautentzündung zeigt sehr schwere und sich schnell verstärkende Symptome.
Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Schmerzreizen und eine Bewusstseinstrübung treten auf.

Die Krankheitserreger können auf dem Lymph - und Blutweg in das Gehirn gelangen. Aber auch Entzündungen im Bereich der Nase und der Ohren können zu einer Übertragung der Erreger in den Blutkreislauf führen. So kann es ebenfalls zu Entzündungen des Gehirngewebes, des Rückenmarkgewebes und der Gehirngefäße kommen. Bleibende Gehirnschäden und Lähmungen können die Folge sein.

Eine weitere Form der Meningitis ist die Verursachung durch Viren. Die Symptome sind ähnlich, allerdings treten sie meist nicht mit der gleichen Heftigkeit auf.

Bei Verdacht auf Meningitis ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Dieser wird zum einen feststellen, ob eine Nackensteifigkeit vorliegt und kann durch eine Liquorpunktion ( z.B. durch eine Punktion zwischen zwei Lendenwirbeln - Lumbalpunktion) feststellen, um welche Form der Meningitis es sich handelt.

Läuse zurück nach oben

Kopfläuse sind immer wieder kleine "Mitbringsel" aus dem Kindergarten oder der Schule. Sind Kinder von Läusen befallen, so sollten sie auf jeden Fall Zuhause bleiben, damit die Läuse sich nicht weiter ausbreiten können.

Kopfläuse sitzen gern hinter den Ohren und am Hinterkopf. Das Weibchen legt hier ihre Eier (Nissen) ab. Die Folge ist ein Juckreiz und nässende Hautveränderungen mit Krusten und Schuppen.
Gegen Läuse gibt es verschiedene Mittel. Aber nicht nur der Patient selber muss behandelt werden, sondern auch Dinge in seiner Umgebung, wie beispielsweise die Bettwäsche, Plüschtiere, Kleidung.
Kopfläuse kann man z.B. mit Essigwasser bekämpfen. Dazu wird je ein Teil Wasser und ein Teil Essig vermengt und auf die Kopfhaut aufgetragen. Nach einer Stunde Einwirkzeit werden die Haare dann ausgebürstet.
Läuse, die sich in der Kleidung festgesetzt haben, verursachen ebenfalls einen Juckreiz. Dazu kommt eine Hautrötung und Quaddeln. Bakterielle Infektionen, verursacht durch das verstärkte Kratzen aufgrund des Juckreizes können die Folge sein.
Kleiderläuse kann man bekämpfen, indem man die Wäsche auskocht oder für einige Wochen in einem verschlossenen Kleidersack aufbewahrt.

Dreitagefieber zurück nach oben

Das Dreitagefieber ist eine Viruserkrankung, die am häufigsten zwischen dem sechsten Monat und zweitem Jahr auftritt.
Die Symptome sind drei Tage sehr hohes Fieber. Mitunter kommen noch Erbrechen und Durchfall hinzu. Nach drei Tagen sinkt das Fieber rapide und ein Hautausschlag mit hellroten Flecken überzieht den ganzen Körper. Der Ausschlag hält bis zu drei Tage an. Dann ist alles ausgestanden.
Bei manchen Kindern können Fieberkrämpfe als Begleiterscheinung auftreten.
Zum besseren Wohlbefinden des Kindes können kalte Wadenwinkel gemacht werden. Die sind allerdings erst sinnvoll, wenn die Waden und Füße heiß sind.
Kinder mit Fieber sollen nach Möglichkeit viel trinken.

Impfplan zurück nach oben

Ob man sein Kind impfen lässt, muss Jeder für sich selber entscheiden. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht.
Verunsicherte Eltern, die nicht wissen, ob sie ihr Kind impfen lassen wollen, oder nur teilweise gegen bestimmte Krankheiten impfen lassen möchten, sollten sich ausführlich mit dem Kinderarzt, Freunden und Bekannten unterhalten.
Es kann nun mal nicht verleugnet werden, dass das Impfen auch Risiken in sich birgt und Komplikationen auftreten können. *Allerdings sollte man auch bedenken, dass Symptome wie Gehirnhautentzündung bei Masernkranken bei 1: 500 bis 1: 1000 auftreten können, wenn der Patient nicht geimpft wurde. Der Anteil der geimpften Erkrankten  liegt hier bei ca. 1 : 1 Million. (* Quelle - Hamburger Abendblatt vom 18.03.2001)
Durch die Möglichkeit von Kombiimpfungen wie MMR (Maser, Mumps, Röteln), setzt man heute die Kinder auch nicht mehr den Qualen von zu vielen Einzelspritzen aus.
Einen Impfplan zum ausdrucken gibt es hier >>.
Bedenken muss man allerdings immer, dass die Impfungen in den festgesetzten Zeiträumen erfolgen müssen, um wirksamen Schutz bei einer Erkrankung geben zu können. Die Kinder müssen zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein.

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