| Patenschaften |
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Einige der Paten waren so freundlich und haben mir etwas
über ihre Patenschaften geschrieben, damit ich es hier veröffentlichen
kann. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. |
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Eine Kinderpatenschaft für ein Kind der dritten Welt zu
übernehmen ist eine Möglichkeit aktiv zu helfen.
Im "Patenforum"
findet man viele Paten und Interessierte, die sich über Patenschaften
austauschen. Und oft sind es die gleichen Fragen, die von Interessierten
gestellt werden:
Kommt mein Geld wirklich an?
Welche Organisation, welcher Verein, welche Initiative ist seriös?
Kann ich mir ein Kind aussuchen?
Kann ich das Land, in welchem das Kind lebt, frei wählen?
Welche Verpflichtungen gehe ich ein?
Was kostet eine Partnerschaft?
Was schreibe ich meinem Patenkind?
Was darf ich meinem Patenkind schicken?
Kann ich mein Patenkind und seine Familie besuchen?
Wie oft bekomme ich Bilder und Briefe von meinem Patenkind?
Viele dieser Fragen werden bei dem Besuch auf der
jeweiligen Homepage der Organisation geklärt.
Bei Plan - International z.B. kostet eine Patenschaft 30,- € im Monat.
Man geht keinerlei Verpflichtung darüber hinaus ein und kann die
Patenschaft jederzeit wieder kündigen. Ein aktuelles Bild des
Patenkindes gibt es meist einmal im Jahr. Briefe gehen grundsätzlich erst
an das Planbüro und dann an den Empfänger. Die Planmitarbeiter sind bei
der Übersetzung gerne behilflich. Die Korrespondenz erfolgt in der Regel
in englisch.
Und bevor man sich für eine Patenschaft entscheidet, sollte man bedenken,
dass es für das Kind und die Familie sehr traurig wäre, wenn man sich
ein halbes Jahr später anders entscheidet.
Die Patenkinder freuen sich, genau wie unsere Kinder, über kleine
Aufmerksamkeiten. Allerdings können wegen der hohen Zollgebühren und der
jeweiligen Landesbestimmungen keine schweren Pakete verschickt werden und
auch nur bestimmte Warensendungen sind zulässig.
Eine Liste mit Geschenkmöglichkeiten
hat Claudia zusammengestellt auf ihrer Seite. Auch Ideen für Briefe sind
bei ihr zu finden.
Übrigens freuen sich alle Paten darüber, wenn sich Interessierte mit
ihnen in Verbindung setzen. |
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Mit freundlicher Genehmigung von Henriette:
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Was kann ich als einzelne Person denn überhaupt tun,
um die Not der Kinder ein wenig zu lindern?
Diese Frage habe ich mir lange Zeit gestellt. Mit großem Misstrauen
habe ich die vielen Spendenaufrufe im Fernsehen, in den Zeitungen oder
auf Handzetteln betrachtet.
Klar, helfen wollte ich schon - aber wohin fließen die Gelder
wirklich?
Schließlich habe ich Informationen beim Deutschen
Zentralinstitut für Sozialfragen (DZI) eingeholt:
Uneingeschränkt empfohlen wurde mir von dort unter anderem die
Organisation PLAN INTERNATIONAL Deutschland e.V.
Dem Kinderhilfswerk wurde das DZI - Spenden - Siegel zuerkannt,
welches für Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen steht.
Weiterhin gibt die Organisation jährliche Rechenschaftsberichte
heraus.
Ebenfalls öffentlich zugänglich ist der jährliche Bericht der
Wirtschaftprüfungsgeschellschaft Pricewaterhouse Coopers.
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Ein Bericht von Andrea:
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Hallo Kessie,
als ich letztes Jahr im September Nepal bereist habe, hatte ich noch
keine Patenschaft übernommen. Ich habe mich vorher schon länger mit
dem Gedanken getragen, eine Patenschaft zu übernehmen, bin aber nie
wirklich in die Gänge gekommen. Als wir dann in Nepal waren und die
Armut dort wirklich gesehen hatten, habe ich mir gesagt, dass ich mich
jetzt endlich etwas tue. Ich habe dann im Internet nach Organisationen
gesucht, die Patenschaften anbieten. PLAN
erschien mir sehr seriös; die Organisation hat das Zertifikat für
wirtschaftliches Arbeiten und Transparenz. Was ich auch sehr gut fand
war, dass PLAN eher kleinere Projekte macht und vor allem Hilfe zur
Selbsthilfe leisten will, was ich äußerst wichtig finde. Außerdem
wollte ich keine Organisation, die an irgendeine kirchliche oder
politische Vereinigung gebunden ist, sondern eine sowohl religiös als
auch politisch unabhängige Organisation. Ich habe mich dann
entschlossen, eine Patenschaft für ein Mädchen in Indien und eine
für ein Mädchen in Nepal zu übernehmen. In Nepal war zu dem
Zeitpunkt kein Bedarf und PLAN hat mir ein zweites Mädchen aus Indien
als Patenkind vorgeschlagen. Ich habe den Vorschlag gerne angenommen,
mich aber für eine Patenschaft in Nepal auf die Warteliste setzen
lassen. Und so habe ich jetzt drei Patenkinder.
Viele Grüße
Andrea
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Ein Bericht von Heiko:
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Hallo Kessie,
Über CCF
(Christian Childrens Fund) betreue ich seit 7 Jahren ein Kind in
Thailand mit welchem ich in regelmäßigen Schriftverkehr stehe und es
ich schon 2x in Thailand besucht habe. Über die Zeit ist aus dieser
Patenschaft eine echte Freundschaft geworden und durch meine beiden
Besuche gehöre ich mittlerweile mit zur Familie. Über die
Organisation kann ich diesbezüglich nur Gutes sagen. Über die
gesamte Zeit gab es nie irgendwelche Probleme beim Schriftverkehr, der
Buchungen der Beiträge, beim Informationsaustausch und sie zeigten
ein riesiges Engagement bei der Planung und Durchsetzung meiner
Patenbesuche.
Über Childreach
betreue ich seit knapp einem Jahr zwei weitere Kinder in Indonesien
und Bangladesh. Hier kann ich Dir noch nicht soviel sagen. Die
Patenschaften sind ganz gut angelaufen und ich habe die ersten
Briefkontakte mit den Kindern. Bisher bin ich mit der Arbeit dieser
Organisation auch sehr zufrieden und empfehle sie auch gerne weiter.
Viele Grüße
Heiko
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Ein Bericht von Wolfgang:
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Hallo liebe Kessie,
Du fragst nach den Beweggründen meiner Patenschaft über
Plan-International, mal sehen ob ich es einigermaßen in Kurzform
zusammen bekomme. Eigentlich begann alles 1988, als ich im
Überseehafen Rostock als Umschlagarbeiter anfing. Im Hafen arbeiteten
sehr viel Vietnamesen und es entwickelten sich auch Freundschaften.
Man lernte das Land, die Sitten und die Bräuche der Vietnamesen
kennen, ohne selbst zu verreisen. Zu einem Vietnamesen, mit Namen
Hoan, entwickelte sich zwischen meiner Familie und ihm eine besonders
große Freundschaft. Hoan gehörte zu unserer Familie, wir feierten
unsere und die vietnamesischen Feiertage stets zusammen. Nach der
Wende wurden fast alle Vietnamesen im Hafen entlassen, unter anderem
auch Hoan. 1992 im August, als die rechtsextremistischen
Ausschreitungen in Rostock waren, haben wir ihm für die Dauer der
Ausschreitungen bei uns aufgenommen. Im November 1993 hat der Zoll
Hoan beim Zigarettenschmuggel erwischt und er wurde 1994 im Februar
ausgewiesen. Hoan hatte eine Tochter in Vietnam, welche damals gerade
mal 1/2 Jahr alt war, seine Tochter war mein erstes privates
Patenkind. Ein Jahr später starb seine Tochter an einer
Fieberkrankheit, sie wurde nur 1 1/2 Jahre alt. Ich weiß nicht was
geschehen ist, seit 1997 habe ich dann nichts mehr von Hoan gehört.
Durch meinen Freund Dieter bin ich später auf Plan-International
aufmerksam geworden, er hat da selbst zwei Patenkinder. Durch mein
Misstrauen gegenüber gemeinnützigen Vereinen und Organisationen hat
es aber noch eine ganze Weile gedauert, bis ich mich wieder zu einer
Patenschaft entschlossen habe. Plan-International war eigentlich die
seriöseste Organisation in punkto Kinderpatenschaften für mich, die
ich kannte. Ich habe mich aber erst im vergangenen Jahr um eine
Patenschaft bei Plan-International beworben und es sollte ebenfalls
ein kleines Mädchen aus Vietnam sein. So bin ich eigentlich zu meiner
jetzigen Patentochter Anh gekommen.
Weiterhin fragst Du nach meinen Erfahrungen mit Plan-International,
auch bei dieser Organisation kommt es zu Problemen, welche mein
Misstrauen bestätigen. Mein Misstrauen gegen Patenschaften bei
Plan-International entstand aus folgenden Vorfall:
Ich bewarb mich bei Plan-International um ein weiteres Patenkind. Sie
schickten mir auch die Patenmappe für das Kind zu. Als ich die Bilder
des Kindes sah, bekam ich das Grübeln, es waren so schlechte Kopien
dass bei mir Zweifel aufkamen. Es waren Fotos, die auf einen Tisch
lagen und von da aus noch mal abfotografiert wurden (der Tisch war an
den Rändern der Bilder noch zu sehen). Ich bat Plan-International per
Mail mir folgende Fragen zu beantworten (die Antworten erhielt ich am
Telefon):
1. Handelt es sich bei den Planpatenschaften um Scheinpatenschaften,
dass mehrere Pateneltern ein und das selbe Patenkind haben?
Antwort von Plan: Es kann vorkommen, dass durch die weltweite
Organisation von "Plan" solche Fehler nicht auszuschließen
sind, bei erkennen werden diese Fehler aber gleich korrigiert.
2. Warum müssen Briefe an die Patenkinder immer erst über
"Plan" gehen, werden diese vielleicht von den Mitarbeitern
zensiert (verstößt gegen jegliches Brief- und Postgeheimnis)?
Antwort von Plan: Weil die Briefe erst ins englische übersetzt werden
müssen und dann als Sammelpost an die jeweiligen Büros vor Ort
gehen.
3. Viele Paten können aber englisch und ich durch meine Freunde etwas
vietnamesisch. Warum gibt man nicht den Paten wenigstens die Anschrift
der für das Patenkind zuständigen Büros vor Ort? Dadurch würden
die Patenkinder und die Pateneltern bedeutend eher ihre Antwortbriefe
erhalten, als mit Sammelpost. Weiterhin würde dies auch erhebliche
Verwaltungskosten sparen, welche dann für nützlichere Dinge
verwendet werden könnten.
Antwort von Plan: Briefe die mit Ihrer Anschrift versehen sind,
könnten in falsche Hände geraten.
Dazu meine Anmerkung: Ist alles Quatsch, wie viele Menschen schreiben
Briefe in die ganze Welt, auch in gefährliche Regionen, obwohl ein
gewisses Risiko nie auszuschließen ist. Ich schreibe mich mit meinem
vietnamesischen Freund und ehemaligen Arbeitskollegen schon seit 1994,
da gab es noch nie Probleme.
Zu meiner Anmerkung erhielt ich dann aber keinen Kommentar mehr.
Daraufhin entschied ich mich, so leid es mir auch tat, das zweite
Patenkind zu stornieren.
Ich weiß nicht, mein Misstrauen kann auch unbegründet sein und ich
möchte auf keinen Fall andere Plan-Paten verunsichern.
Viele Paten die ich kenne, sind mit ihren Patenschaften bei
Plan-International sehr zufrieden. Auf der anderen Seite aber, - ich
bin nicht der Einzigste dem es so erging.
Schau Dir mal bitte folgende Web-Site an:
http://home.t-online.de/home/claudia.maria/Homepage/index.html
Oben links in der Ecke unter Suchaufruf (dunkelblauer Link). Irgendwie
geht da was nicht mit rechten Dingen zu ?!
Ich hoffe, ich konnte einigermaßen Deine Fragen beantworten (ist doch
noch fast ein Roman geworden).
Liebe Grüße aus Rostock
Wolfgang
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Ein Bericht von Christinas
Tochter, der zusammen mit Bildern der Patenkinder in der
Schülerzeitung abgedruckt worden ist:
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Das sind meine Patenkinder in der Dritten Welt. Über
die Kinderhilfsorganisation Plan International unterstützt meine
Familie diese Kinder. Es werden zum Beispiel Schulen in den Dörfern
gebaut, damit die Kinder lesen und schreiben lernen. Die Kinder
erhalten sauberes Trinkwasser und sie erhalten die nötigen Impfungen,
damit sie gesund aufwachsen können.
Dies alles ist für uns Kinder in Deutschland normal, aber für viele
Kinder auf der Welt ist ein Schulbesuch oder ein Arztbesuch etwas ganz
Besonderes und manchmal nur durch eine Patenschaft möglich.
Wir schreiben den Kindern auch Briefe, schicken Ansichtskarten und
Fotos aus "unserer Welt". Und wir erhalten auch Post und
Fotos von ihnen und ihren Familien. Es ist für mich immer ganz
aufregend, einen Brief aus einem so fernen Land zu erhalten.
-
Ideen für Geschenke an Patenkinder:
Fußball
Kinderbücher
Basecape
Puzzle ( 3 in einem, können dann mehrere mitspielen)
Aufkleber, auch welche die leuchten
Ansichtskarten bei denen sich das Bild verändert wenn man die Karte
bewegt
kleines Steck-Fotoalbum, damit die Kinder alle Fotos und Karten
ordentlich sammeln können
Schlampertasche mit diversen Stiften (unbedingt auch einen Anspitzer
mitschicken)
kleine Autos, kleine Flugzeuge
Bauernhoftiere
T-Shirt
kleiner Rucksack
Zahnbürsten
Pflaster mit Kindermotiv
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Ein Bericht von Mathias:
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Wann ich das erste Mal von der Möglichkeit, eine
Patenschaft für ein Kind in der dritten Welt zu übernehmen, weiß
ich eigentlich gar nicht mehr. Irgendwann war die Idee da. Vor ein
paar Jahren war es dann so weit. Ich hatte meinen ersten halbwegs
ordentlich bezahlten Job und just zu diesem Zeitpunkt lief auch gerade
einer der seltenen Fernsehspots der Kindernothilfe. Natürlich habe
ich mir zunächst einmal noch Informationen eingeholt, wie seriös
dieser Verein, von dem ich bislang noch nichts gehört hatte,
eigentlich ist und wie seine Arbeitsweise ist. Das ich letztendlich
hier hängen geblieben bin hat vielleicht drei Gründe.
Zum einen ist die Kindernothilfe unter dem Dach der Diakonie
beheimatet (so wie die große Schwester 'Brot für die Welt'), zum
anderen fand ich es überzeugend, wenn sich eine Organisation einer
Kontrollinstanz, wie dem Spendensiegel des DZI stellt. Am wichtigsten
war aber wohl, das die Kindernothilfe die Projekte nicht selbst
betreibt, sondern mit Organisationen vor Ort zusammenarbeitet, da ich
eine Projektbetreuung von hier aus zum einen sehr teuer ist und zum
anderen meiner Ansicht nach häufig an den Bedürfnissen in den
jeweiligen Ländern vorbei geht.
Also entschloss ich mich einen Vorschlag anzufordern.
Nach wenigen Tagen erhielt ich die Unterlagen. Zugegeben vom Äußeren
her hatte das Material etwas sympathisch laienhaftes. Keine
Hochglanzprospekte, schwache Kopien aber viel Information. Neben dem
Personalbogen, mit kurzer Beschreibung der Lebensumstände lagen dem
Material eine Beschreibung des Projektes, sowie ein Bericht über die
wirtschaftlichen und politischen Zustände in Uganda bei. Dazu Satzung
und ein Auszug aus dem Rechenschaftsbericht der Kindernothilfe. Wie
sicher jeder, der jemals eine Patenschaft übernommen hat, bestätigen
wird, kann man fast nicht mehr ablehnen, wenn einem die großen
Kinderaugen ansehen. So bin ich nun seit Mai '98 stolzer Pate von
Ronald, nunmehr 11 Jahre alt und ein ganz normales Kind, das sich
anscheinend nicht so gern fotografieren lässt (er guckt immer etwas
grimmig) und keine große Leuchte in der Schule ist. Seine Briefe
schreibt er selbst, was vor allem im ersten Brief das lesen recht
schwierig machte, bis ich die einzelnen Wörter von einander getrennt
hatte. Aber mittlerweile ist das schon ein bisschen besser geworden.
Ich erhalte ein bis zweimal im Jahr einen Brief mit Foto, einem
Bericht über Uganda und das Projekt, sowie einen kurzen Bericht des
Fieldofficers über Ronald.
Wenig später bin ich in den Freundeskreis der
Kindernothilfe in Karlsruhe gestolpert, was weitere Einblicke in die
Organisation der Kindernothilfe öffnete. Wir unterstützen
mittlerweile Projekte in Brasilien und Malawi, so wie ein Patenkind
auf den Philippinen. Die Tätigkeit macht einen riesigen Spaß und die
Erfolge geben einem immer wieder Motivation, auf diesem Wege weiter zu
gehen. Seit letztem Jahr bin ich nun Mitglied im Trägerverein und
habe auch schon für einen Posten im Verwaltungsrat beworben. Wenn es
auch noch nicht mit Erfolg gekrönt wurde, werde ich es dennoch im
nächsten Jahr wieder versuchen, denn ich, je mehr ich mich in dieser
Organisation engagiere, davon überzeugt, das es sich lohnt. Im
Endeffekt ist nicht nur für den guten Zweck, nein es ist auch eine
echte Bereicherung in meinem Leben.
Besuchen Sie uns doch mal auf unserer Homepage kindernothilfe-karlsruhe.de.
Dort erfahren Sie mehr von unserem Engagement in Karlsruhe.
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Ein Bericht von Claudia:
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Ich habe meine Patenschaft bei World Vision seit März
- also nochnagelneu - für ein Mädchen Radha Devi, 12 Jahre, aus
Nordindien.
Ich wollte ein Kind das schwer zu vermitteln ist oder schon öfter
abgelehnt wurde. Ich finde es gut, dass man einen Vorschlag bekommt
und selber wählen kann. Du kannst auch den Vorschlag zurückschicken
und um ein anderes Kind bitten. Es war mir wichtig die Wahl zu haben.
Ich habe das erste Kind gleich behalten. Meine Mutter auch ;- sie hat
ein 5 jähriges Mädchen aus Äthiopien.
Ich versuche erst mal die ersten Unterschiede, die ich z.B. zu den
Planpatenschaften (ich habe eine Brieffreundin die bei Plan 3 Kinder
hat) erkannt habe, zu schildern:
Ich kann meine Post direkt in das Projektland schicken, da ich die
dortige Adresse vom World Vision - Büro habe. Ich kann also die
Briefe auch über Land schicken und spare die Hälfte der Portokosten.
Also bei den Großen Brief mit 250g zahle ich dann 8 DM und die
anderen kosten 16 DM. Das ist doch eine Menge Geld!
Ein Brief über Land dauert nach Indien max. 3 Wochen, nach Äthiopien
max. 4 Wochen. Per Flugzeug geht es etwas schneller - kostet auch
doppelt so viel. (Gebührenheft gibt es bei der Post.)
Dann und das geht nur bei WV kannst Du, wenn Du einen finanziellen
Engpass hast, bis zu 6 Monate den Patenbetrag ruhen lassen oder
reduzieren. Das geht bei allen Anderen nicht. (War für mich sehr
wichtig.)
Ca. 5% des Patengeldes werden für den Katastrophenfall in dem Projekt
zurückgelegt, damit schnellstens in so einem Fall wieder aufgebaut
werden kann. Wird das Geld nicht benötigt, dann fließt es in die
normale Projektarbeit zurück.
Zum Beispiel bei der Überschwemmung in Mosambik war auch ein
Projektgebiet von WV betroffen. WV war mit UNICEF und anderen
Hilfsorganisationen zur Katastrophenhilfe vor Ort und auch gleich im
Projekt. Das find ich gut geht, denn bestimmt geht dann alles
schneller.
Die Patenschaften enden mit dem Schulabschluss, der Heirat, dem Umzug
oder dem Projektende. Bei mir in ca. 2 Jahren, da die Schulpflicht in
Indien mit 14 endet. Bei Plan oder den anderen endet sie bei ca. 18
oder 20 Jahren.
Es gibt einen kostenlosen Übersetzungsdienst. Man schickt was man
übersetzt haben möchte mit einem adressierten und frankierten
Rückumschlag an WV und bekommt es dann zugeschickt. Nach Asien und
Afrika wird englisch geschrieben, nach Südamerika spanisch.
Was ich sehr gut und notwendig finde, ist das z.B. World Vision in
Afrika auch Sterbehospize für Aidskranke baut und sie dort betreut
werden. Bei der extrem hohen Aidsquote ist das meiner Meinung nach
mehr als wichtig. Denn der Mensch hat nicht nur ein Anrecht darauf
menschlich zu leben, sondern auch zu sterben.
Wenn eines der Patenkinder oder jemand aus seiner Familie krank werden
sollte (was wir uns alle nicht wünschen) dann weiß man wenigstens,
dass sie nicht in irgendeiner Hütte von Allen verlassen sterben
müssen.
Es gibt auch die Einschränkungen für Geschenke nicht so wie bei
Plan. Man wird nur gebeten von teuren Geschenken Abstand zu nehmen,
weil sie entweder nicht ankommen oder nur Neid und Missgunst im Dorf
erzeugen, was ja keiner will.
Es sind in Einzelfällen auch Direkthilfen an die Familie des
Patenkindes möglich. Zum Beispiel wenn die einzige Kuh der Familie
stirbt und das für die Familie doch sehr bedrohlich wird, hat man,
wenn man die finanziellen Mittel aufbringt, die Möglichkeit in
Absprache mit WV für die Familie eine neue Kuh besorgen zu lassen.
Einen Kinderentwicklungsbericht mit einem aktuellen Bild gibt es jedes
Jahr und eine Zeitung für das jeweilige Land in dem das Patenkind
wohnt, glaube ich, 2 mal im Jahr.
Da sind dann alle Projekte dieses Landes genau beschrieben und was in
der vergangenen Zeit erreicht wurde - auch mit Bildern.
Also sehr genaue Berichte über die Verwendung des Geldes vor Ort.
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Ein Bericht von Claudia:
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Seit sechs Jahren bin ich nun schon Patin eines Kindes
bei PLAN International - Shyamwati aus Nepal. Ich habe anhand des
jährlichen Fotos miterlebt, wie sie gewachsen ist und hoffe, das noch
einige Jahre sehen zu können.
Wer sich meine Homepage anschaut, denkt sich vielleicht, das ist ja
super, Friede, Freude, Eierkuchen. Nein, ganz so ist es nicht immer:
Ich hatte eine längere Zeit, ich der ich selten geschrieben habe und
ungefähr in dieser Zeit kam auch wenig Post von Shyamwati, ganze zwei
Jahre nicht, was wohl nicht nur mit mir, sondern auch mit einem
wechselnden Freiwilligen in dem Dorf zusammenhing. Durch Nachfragen
bei PLAN, die nach sechs Monaten "Funkstille" bei dem
lokalen PLAN - Büro nachfragen, was mit dem Kind und der Familie ist,
hat sich der Kontakt wieder stark aktiviert, ich hoffe, dass das so
bleibt.
Obwohl Shyamwati noch nicht schreiben kann, schafft es der oder die
Schreiberin, auch auf kurze Karten von mir Bezug zu nehmen, so dass
ich durchaus das Gefühl eines minimalen Dialoges habe. Über jeden
neu ankommenden Brief freue ich mich unbeschreiblich!
Bei den beiden anderen Patenkindern, Zhang Li aus China und Chipo aus
Zimbabwe, läuft der Kontakt zur Zeit gar nicht, so dass ich auch bei
Zhang Li nachgefragt habe, zumal ich anfangs zwei sehr ausführliche
Briefe bekam. In diesen Tagen habe ich von PLAN gleich Antwort
bekommen, dass ein Brief aus China an mich unterwegs ist - jetzt warte
ich auf seine Ankunft! Bei solchen "Pannen" helfen die
Mitarbeiter von PLAN, so gut sie können - das ist jetzt schon meine
zweite gute Erfahrung.
Chipo ist erst seit 4 Monaten mein Patenkind, so dass ich fast jeden
Tag auf Post warte!
So ist der Kontakt bei jedem Kind anders, je nach Lebensumständen und
Charakter, wie es ja auch bei den Paten ist.
Auch wenn der Kontakt manchmal Schwierigkeiten macht, habe ich großes
Vertrauen in PLAN, denn das Geld, das man monatlich gibt, kommt den
Kindern ja nur indirekt zur Verfügung durch die Verbesserung der
Infrastruktur, so dass die Kinder für mich das "Tüpfelchen auf
dem I der Hilfe" sind, der persönliche Kontakt, der mir bei
größeren Organisationen wie Misereor oder Brot für die Welt fehlte
- daher entschied ich mich für PLAN und kann es auch weiterempfehlen!
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Ein Bericht von Sabine:
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Darüber zu reden und zu schreiben, wie man versucht
die Liebe Gottes selbst zu leben ist das eine, es aber auch zu tun ist
die andere Sache. Lange hatte ich einen Wunsch, wusste aber nicht, wie
ich ihn realisieren kann.
Ich wollte ein Kind in einem Land wo es noch krasse Armut, Leid und
sogar Verkauf von Kindern gibt unterstützen, ihm eine Ausbildung
ermöglichen, damit es eine Chance bekommt. Besonders Mädchen haben
es in Indien, einigen arabischen und asiatischen Ländern sehr schwer,
sie sind weniger Wert in den Augen der Gesellschaft ihres Landes, oft
sogar in den Augen ihrer Familien.
Ich habe über das Thema mit Internetfreunden aus meiner Mailingliste
gesprochen, nein eigentlich per e-Mail ausgetauscht, und wir
beschlossen zusammen eine Kinderpatenschaft zu übernehmen. Wir sind
nun 5 "Lichti´s" die zusammen ein Patenkind in Afrika
haben, genauer - ein Mädchen aus Mali.
Die Hilfsorganisation World
Vision hat über 2000 Kinderpatenschaften in jener Region. Mit
einer Kinderpatenschaft ab 50,- DM monatlich werden auch die Familien
der Kinder und somit das ganze Dorf unterstützt. Die Kinder bekommen
medizinische Betreuung, Kleidung, Nahrung und eine Schulausbildung bis
hin zu einer Berufsausbildung.
Ich bin sehr zufrieden mit dieser Hilfsorganisation, ich bekomme
regelmäßiges Feedback über die Arbeit und Erfolge, auch ein
direkter Briefkontakt zum Patenkind ist möglich, sogar sehr
erwünscht!
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