Schulenglisch - Wie lernt man am besten?

Englisch ist wichtig, aber was ist, wenn das Kind keine Vokabeln lernen will?

 

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Das Kinder heute schon in jungen Jahren Englisch lernen ist wichtig und Englisch ist nun mal die Weltsprache Nr. 1. Aber leider ist nicht jedes Kind sprachbegabt und Viele Kinder tun sich äußerst schwer damit eine Fremdsprache zu erlernen. Nicht etwa weil sie es nicht können, sondern vor allem, weil ihnen die Notwendigkeit nicht bewusst ist. "Wozu brauche ich das?", ist wohl die häufigste Frage und Lehrer und Eltern müssen schon echte Überzeigungsarbeit leisten um den Kids das Unterrichtsfach Englisch nahe zu bringen. Und wer im ersten Jahr keinen Bezug zur Sprache gefunden hat, der wird entweder schnell aufgeben und sich durch den englischen Unterricht durchmogeln oder sich sein Schulleben von Nachhilfelehrern begleiten lassen müssen.

Eins vor weg: Englisch ist nicht schwerer zu erlernen als Deutsch! Aber man muss lernen, damit man versteht...
Gerade junge Kinder sind recht gut in der Lage eine Fremdsprache zu erlernen. Kinder, die das Glück haben zweisprachig aufzuwachsen sind der beste Beweis dafür. Je älter man wird, desto schwieriger ist es etwas zu lernen. Sei es nun Englisch oder eine andere Sprache.
Wer also möchte, dass sein Kind später gute Noten im Fach Englisch erhält, der sollte sich schon lange vor dem ersten Schultag  seines Kindes Gedanken machen, wie man dem Kind spielerisch die Sprache vermittelt. Neben Büchern und CDs für Kindergartenkinder werden auch schon Kurse angeboten für Kinder ab 4 Jahre. Kitas und Krippen, die auch Englisch im Angebot haben sind leider Mangelware.

Ab der dritten Klasse wird in meisten deutschen Schulen mittlerweile Englisch unterrichtet. Einige wenige Bundesländer unterrichten es schon ab der 1.ten Klasse. Wobei von "Unterricht" im herkömmlichen Sinn nicht gesprochen werden kann. Die Kinder lernen ein paar Zahlen, ein paar Farben und  vielleicht auch einfache Sätze. Die Schulen haben es leider versäumt den Unterricht wirklich so zu gestalten, dass es den Kindern Spaß macht und sie nach 2 Jahren Englisch in der Grundschule in der Lage sind sich auf Englisch zu verständigen. Das liegt sicherlich auch daran, dass es nicht zum Lehrauftrag der Grundschule gehört richtigen Englischunterricht zu geben. Denn dann würde man den weiterführenden Schulen vorgreifen, die ab der fünften Klasse quasi bei Null anfangen. Wozu diese "Zeitverschwendung" gut sein soll ist mir nicht ganz klar. Denn was bringt es letztendlich den Kindern, wenn sie ein Angebot bekommen, aber der Nutzen gleich null ist.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder im Kindergartenalter (und früher) recht aufnahmebereit sind und je früher sie anfangen eine Sprache zu erlernen, desto einfacher fällt es ihnen. Sie gehen noch spielerisch an die Sache ran und der Leistungsdruck, wie er bei der Notenvergabe entsteht, entfällt. Man könnte also durchaus schon viel früher beginnen die englische Sprache zu vermitteln. Nur sollte das Ganze nicht ausarten und die Erwartungen dürfen auch nicht zu hoch geschraubt werden. Denn das Kind soll ja Spaß haben an dem was es tut. Setzt man es unter Druck, dann wird es schnell die Lust verlieren und man bewirkt eher das Gegenteil von dem, was man sich gewünscht hat. Wenn man hier aber an dem natürlichen Wunsch der Kinder ansetzen würde, Neues auszuprobieren und sich spielerisch mit seinen Altersgenossen zu messen, dann würde das dem Bildungsnotstand in Deutschland sicherlich erheblich entgegen wirken.

Ab Klasse 5 ist es dann endgültig vorbei mit dem "lustigen" Schülerleben. Zensuren werden vergeben, die Kinder müssen sich in allen Fächern beweisen und der Leistungsdruck beginnt. Wer jetzt kein Sprachgenie ist, der hat es nicht leicht und ungeachtet dessen, ob alle Schüler mitkommen oder nicht, wird der Schulplan abgearbeitet. Wenn dann die Eltern Zuhause nicht helfen können, weil sie entweder kein Englisch in der Schule hatten oder  selbst keinen Bezug zur Sprache hatten, dann wird es schwer für das Kind. Sich selbst zu motivieren die ganzen Vokabeln zu lernen, und dazu noch die verschiedenen Zeitformen und unregelmäßigen Verben, ist nicht einfach. Unterrichtet dann noch ein Lehrer, der nicht erkennt, welche Schwierigkeiten welcher seiner Schüler hat, dann wird das Fach Englisch spätestens zum Ende des fünften Schuljahres zum "Hassfach". Und hier greift gleich das kommende Problem, wenn das Kind später vielleicht von der Realschule auf das Gymnasium wechseln will. Denn wer Englisch schon nicht verstanden hat, der wird es mit Französisch oder Spanisch auch nicht leicht haben.

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Jedes Kind lernt anders und man muss vielleicht verschiedene Wege ausprobieren, damit man Erfolg hat.
Glücklicherweise gibt es Heute das Internet und zahllose Seiten auf denen man nachschlagen kann, wenn man z.B. eine Liste mit unregelmäßigen Verben sucht. Online Sprachtests werden angeboten, Vokabelabfragen oder ganze Klassenarbeiten mit denen man sich auf die eigene Prüfung vorbereiten kann.
Unabdingbar ist allerdings das Vokabeln lernen und hier haben sich mehrere Methoden als hilfreich erwiesen:

  • Vokabeln werden auf Kärtchen geschrieben. Auf der Vorderseite die englische Vokabel, auf der Rückseite die deutsche Übersetzung. Man sammelt die Vokabeln in einem Vokabelkästchen und sortiert sie in 3 Kategorien: Vokabeln die man noch lernen muss, Vokabeln die man wiederholen sollte weil sie nicht sicher sitzen und Vokabeln die man einwandfrei beherrscht.
  • Vokabeltrainer auf CDs
  • Vokabelheft
  • Vokabeln die man noch lernen muss auf Zettel schreiben und diese dann an Stellen verteilen, wo man sie immer wieder im Blick hat
  • Vokabeln vor dem Einschlafen üben, da das Gehirn diese in der Nacht am besten verarbeitet
  • online Vokabeln üben

Wenn man etwas lernen möchte, dann darf das allerdings nicht eben mal so zwischendurch passieren. Generell gilt also: Fernseher aus, PC aus (wenn man ihn nicht zum üben nutzt), Ruhe, genug Zeit einplanen, regelmäßig üben, nicht alles auf einmal üben wollen. Täglich 5-10 Vokabeln zu üben ist besser, als wenn man kurz vor einem Vokabeltest 50 Vokabeln übt. Am besten liest man die Vokabel laut vor und wiederholt sie mehrfach. Dann buchstabiert man die Vokabel zusätzlich um sich auch die Schreibweise einzuprägen. Ein einfacher Satz mit dieser Vokabel vereinfacht es zudem die Vokabel auch in Zusammenhang setzen zu können. Denn was nützt es, wenn man das Wort "opinion" kennt und nicht weiß wie man damit einen Satz bilden kann? Oder ob es "Tom asked after Laura " oder "Tom asked for Laura" heißen soll, wenn es darum geht ausdrücken zu wollen, dass Tom sich nach Lauras Befinden erkundigt .
Einige Kinder lernen am besten für sich alleine, Andere besser zu Zweit. Vokabeln abfragen kann Spaß machen, kann aber auch nerven, wenn der Abfragende zu ungeduldig ist, oder dem Kind signalisiert, dass es ja eh nichts weiß. Spaß machen kann es auch, wenn man einen Freund oder eine Freundin zum Lernen einlädt und eine Art "Wettkampf" veranstaltet. Normalerweise bemühen sich dann beide Kinder um voreinander nicht schlecht da zu stehen.
Ein Kind sollte auch immer dazu ermutigt werden in der Schule nachzufragen, wenn es etwas nicht verstanden hat. Viele Lehrer wissen gar nicht, dass die Hälfte der Klasse das Thema nicht verstanden hat, weil die Kinder sich nicht trauen nachzufragen. Sie wollen vor den Klassenkameraden nicht als dumm dastehen, oder haben Angst, dass der Lehrer gereizt auf Nachfragen reagiert. Aber genau das ist sein Job! Lehrer sollen den Kindern etwas verständlich vermitteln und nicht ihren Stoff runter leiern! Vielleicht auch mal ein Thema für den nächsten Elternabend...

Unregelmäßige Verben lernt man leider nur durch das Auswendiglernen. Genau wie die Regeln für die Zeiten. Es gibt im Englischen so viele Zeiten, dass selbst Engländer damit Probleme bekommen können, wann welche Zeitform die Richtige ist. Aber zumindest die wichtigsten Zeitformen sollte man beherrschen. Und je mehr man übt, desto sicherer sitzt der Stoff. Und üben kann man auf mehrere Arten: englische Filme ansehen, englische Bücher lesen, englische Lieder ins Deutsche übersetzen, englische Sender ansehen etc. Englische Zeitschriften helfen genauso wie englische Chatbekanntschaften. Gerade die virtuelle Welt macht es den Kindern heute so einfach Kontakte zu knüpfen zu gleichaltrigen Kindern aus anderen Erdteilen. Gemeinsam mit dem Kind sollte man sich geeignete Plattformen suchen, die einen Austausch mit englischsprachigen Kids ermöglichen.  Und wer selbst gut ist in Englisch, der sollte einmal am Tag mit seinem Kind für eine halbe Stunde nur englisch sprechen.

Die "Hauptarbeit" bleibt also oft an den Eltern hängen. Die Lehrer vermitteln den Stoff nach bestem Wissen und Gewissen (meistens jedenfalls), aber sie erwarten natürlich auch, dass die Kinder selber was tun. Regelmäßige Vokabeltests sind zwar nervig, aber sie zeigen auch den Leistungsstand und vor allem den Willen der Schüler sich Zuhause hin zu setzen und zu lernen. Mit den Englischbüchern der Kinder kann man ebenfalls gut mit dem Kind lernen. Denn im Anhang findet man viel Übungsmaterial, welches man gemeinsam durchgehen kann. Und wer die Schulbücher seines Kindes kauft, der darf auch in die Bücher schreiben. Also sollte man sein Kind ermutigen, Vokabeln in Texten, die es nicht kennt oder immer wieder vergisst, zu unterstreichen und die deutsche Übersetzung daneben zu schreiben. Ich lerne jetzt erst Englisch richtig zu verstehen. In der Schule habe ich irgendwann den Anschluss verpasst und  ich war froh, als ich das Fach Englisch nach der 12.ten Klasse endlich abgeben konnte. Mit den ganzen Möglichkeiten die das Internet heute bietet, versuche ich meinem Sohn die Sprache näher zu bringen. Er ist genauso wenig wie ich ein Sprachgenie, aber ich kann ihm heute helfen, indem ich mich mit der Materie beschäftige. So haben wir Beide etwas davon.

Sprachreisen und ein Aufenthalt bei einer Gastfamilie sind weitere Möglichkeiten um dem Kind zu helfen die Sprache flüssiger zu sprechen. Leider sind Sprachreisen nicht ganz billig und oft wird zwar ein Unterricht angeboten, aber die Kinder sind eben auch mit anderen Kindern zusammen, so dass in der Freizeit wieder deutsch gesprochen wird. Besser sind da schon Gastfamilien, denn hier "muss" das Kind englisch sprechen um sich zu verständigen. Mitunter bieten auch Schulen einen Schüleraustausch an, wenn sie beispielsweise eine Partnerschaft mit einer englischen Stadt unterhalten. Leider kommen erst Schüler in höheren Klassen in den Genuss. Und dann auch oft nur die Schüler, die z.B. Englisch als Leistungskurs haben.   

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