Haustiere

Haustiere

Vorwort (von Andy Heublein)

Es lässt  sich nicht pauschal sagen ob und wann ein Kind reif genug ist Verantwortung für Tiere zu übernehmen. Das kommt auf dem Charakter an, die Einstellung gegenüber Tiere und wie die Eltern diese verantwortungsvolle Aufgabe unterstützen und dem Kind helfen. Also auch mal bereit sind sich selbst als Eltern alleine um das Tier zu kümmern (im Falle von Krankheit, Schulausflug). Vor allem muss ein Kind wissen, bzw. klar gemacht werden, dass ein Tier über Jahre täglich aufs Neue Verantwortung bedeutet, und deswegen sehr viel Geduld und Ausdauer erfordert. Kinder wechseln auch schnell die Interessen, und schnell wird ein Tier "langweilig". Die Eltern müssen sich auch darüber im Klaren sein, und bereit sein sich dann selbst um das Tier zu kümmern, oder es in verantwortungsvolle Hände zu geben, wenn sie sich selbst dann nicht darum kümmern wollen oder können. Im Prinzip ist es aber dann so, wenn die Eltern sich in so einem Falle nicht darum kümmern wollen, es so oder so besser ist sich kein Tier anzuschaffen. Tiere müssen von Anfang an in der gesamten Familie willkommen sein, oder man lässt besser gleich die Finger davon. Sonst sind Streitigkeiten und Ärger vorprogrammiert, zum Leidwesen der Tiere, die dann vernachlässigt werden, oder in einer Ecke des Kinderzimmers vor sich hinvegetieren.

 

Hunde

Katzen

Vögel

Meerschweinchen & Co.

Allgemeine Infos:

Eigentlich gilt bei allen Haustieren: Die meiste "Arbeit" wird an den Eltern hängen bleiben. Denn Kinder sind zwar schnell Feuer und Flamme für die kuschelige Katze oder den süßen Welpen, aber wenn es darum geht langfristig auch die  unangenehmen Aufgaben wie Katzenklo säubern oder Stall ausmisten zu übernehmen, dann werden die meisten Kinder schnell das Interesse verlieren.
Ein Haustier muss von allen Familienmitgliedern akzeptiert werden und Pflege, Fütterung, Streicheleinheiten, Tierarztbesuche etc. sollten auch alle Familienmitglieder machen wollen.
Natürlich muss man sich vorab genau über das Tier informieren, welches man ins Haus holen möchte. Denn die Fragen nach den monatlichen Kosten, den eventuellen Tierarztrechnungen, die Erlaubnis das Tier in der Wohnung halten zu dürfen, die Frage nach der Möglichkeit artgerechter Haltung, der Zeitaufwand etc. können nicht erst dann geklärt werden, wenn das Tier bereits da ist.
Tiere hinterlassen in der Wohnung und im Haus Spuren. Der Welpe erledigt sein Geschäft vielleicht mal auf dem Perserteppich und die Katze wetzt die Krallen am Ledersofa. Der Wellensittich zerpflückt das Poster an der Wand und der Goldhamster macht in der Nacht mit seinem Laufrad Lärm.
Die "anspruchlosesten" Haustiere sind eigentlich Fische. Aber dafür liegt der Kuschelfaktor auch gleich bei Null und ein Aquarium mit entsprechenden Pflanzen und sonstigem Zubehör ist nicht gerade billig. Kinder interessieren sich meist nicht besonders für "langweilige" Fische. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen.
Mäuse sind auch recht beliebte Haustiere, weil sie relativ anspruchslos sind und zutraulich. Allerdings möchte nicht jede Mutter Mäuse im Haus haben und zudem "riechen" Mäuse auch etwas unangenehm.
Je nach Tierart bleibt das Haustier ein jahrelanger Begleiter (Katzen können zwanzig Jahre alt werden) und im Alter haben sie oft Gebrechen und die Tierarztrechnungen werden höher.
Ein Hund kann beispielsweise einige Operationen in seinem Leben mitmachen oder aufgrund einer Krankheit jahrelang Tabletten einnehmen müssen.
Aber eigene Tiere tragen auch oft dazu bei das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken und vielfach ist ein Haustier bereits vor dem Kind da. Dann wachsen Kind und Tier spielerisch miteinander auf und die Kinder lernen früh, was es heißt einem Tier Respekt gegenüber zu haben. Aber nicht jedes Tier reagiert gleichermaßen freundlich auf den Zuwachs.

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