Tarzan
Einer der genialsten Disneyfilme, die ich je gesehen habe, ist
zweifellos Tarzan. Jonny Weißmüller kann man getrost vergessen und
auch Christopher Lambert in Greystoke kann es mit dem Charme von Tarzan
in diesem Zeichentrickfilm nicht aufnehmen.
Obwohl die Geschichte von Tarzan, der bei den Affen aufwuchs,
hinlänglich bekannt sein dürfte, hat Disney hier eine neue Dimension
in Sachen Zeichentrick geschaffen. Die Tricktechnik wirkt so real,
dass man meint, mitten im Urwald zu sein. Und ein weiterer Höhepunkt
ist die Oscarprämiierte Musik von Phil Collins. Im Gegensatz zu
vorhergegangen Filmen singen hier die Darsteller nicht selber. Und die
einzelnen Charaktere sind es schließlich auch, die diesen Disneyfilm so
sehenswert machen. Tarzan, der sich mit jeder Faser seines Körpers wie
ein Affe bewegt, aber seine menschlichen Züge nicht verleugnen kann.
Kala, seine herzensgute Affenmutter. Das Oberhaupt der Affenfamilie -
der imposante Kerchak. Die Affendame Terkina, die zur besten Freundin
für Tarzan wird und mit ihren flotten Sprüchen immer einen Lacher wert
ist. Der tapsige Elefant Tantor, der Angst vor Bakterien hat und am
liebsten mit Tarzan und Terk rumhängt. Und natürlich die Menschen:
Jane, eine bezaubernde junge Engländerin, die sich sichtlich wohl
fühlt an Tarzans Seite. Ihr schrulliger und liebenswerter Vater
Professor Porter. Und nicht zu vergessen: der Schurke Clayton.
Alles in allem sind alle Charaktere bestens getroffen. Witzige Sprüche,
viel Action, eine perfekte Animation und wunderschöne Musik machen
diesen Film zu einem der Besten, die Disney je rausgebracht hat.
Inhalt:
Tarzan, wird von Kala, einer Gorillamutter gefunden. Seine Eltern, die
sich nach einem Schiffsunglück irgendwo an die Küste Afrikas retten
konnten, wurden von einem Leoparden getötet. Und in Kala, die selber
gerade ihren Sohn an den Leoparden verloren hat, erwachen die
Muttergefühle für das kleine Menschenbaby. Und obwohl Kerchak,
mächtiger Gorillaanführer der Gruppe, starke Vorbehalte äußert, dass
das Baby bei der Affengruppe bleiben soll, kann sich Kala durchsetzen.
Tarzan wächst heran und findet in der jungen Gorilladame Terkina eine
gute Freundin. Stets mit kritischem Auge von Kerchak betrachtet, will
Tarzan unbedingt so sein wie die anderen Gorillas. Aber er ist nun mal
ein Mensch, ein haarloser Affe, wie ihn die Anderen bezeichnen, und so
fällt es ihm schwer sich nahtlos in die Gruppe einzufügen. Aber Kala,
Terk und der tollpatschige Elefant Tantor glauben an Tarzan. So wächst
er zu einem stattlichen Burschen heran, der klettert wie ein Affe, sich
gekonnt von Liane zu Liane schwingt und wie ein Surfbrettfahrer die
Äste der riesigen Dschungelbäume herabsaust. Und als es ihm gelingt,
den blutrünstigen Leoparden im Kampf zu besiegen, da ist auch in
Kerchaks Augen das erste Mal so etwas wie Wohlwollen zu sehen. Aber das
idyllische Leben der Gorillas wird jäh unterbrochen, als Menschen in
den unwegsamen Dschungel vordringen. Und Tarzan muss schmerzlich
feststellen, dass er doch nicht so wie seine Gorillafamilie ist. Aber
die Bekanntschaft mit Jane löst in ihm auch turbulente Gefühle aus.
Und um ihr nahe zu sein, begeht er einen folgenschweren Fehler... |